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Deutscher Bundestag - Archiv

Förderung der Minderheitensprachen

Auswärtiges/Antrag - 01.06.2017 (hib 355/2017)

Berlin: (hib/AW) Anlässlich des 25. Jahrestages der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen sprechen sich die Fraktionen der CDU/CSU und der SPD dafür aus, die politische Partizipation der anerkannten nationalen Minderheiten und der Sprecher der Regionalsprache Niederdeutsch weiter zu stärken. In ihrem gemeinsamen Antrag (18/12542) fordern die Koalitionsfraktionen die Bundesregierung unter anderem auf zu prüfen, ob das im Gerichtsverfassungsgesetz geregelte Recht der Sorben, in den Heimatkreisen der sorbischen Bevölkerung vor Gericht Sorbisch zu sprechen, auf die anderen anerkannten nationalen Minderheiten in Deutschland sowie die Sprechergruppe der Regionalsprache Niederdeutsch ausgeweitet werden soll. Ebenso soll geprüft werden, ob das Minderheitennamensänderungsgesetz so geändert werden kann, dass es Sorbinnen künftig möglich ist, die sorbische weibliche Form des Nachnamens zu führen. Nach dem Willen von Union und Sozialdemokraten soll die Bundesregierung Initiativen zur Förderung von Regional- und Minderheitensprachen in Bildungseinrichtungen, insbesondere Konzepte zur stärkeren Vermittlung in diesen Sprachen an die junge generation, unterstützen.

Die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen wurde am 5. November 1992 vom Europarat verabschiedet und bislang von 25 Staaten ratifiziert. Deutschland gehört zu den Erstunterzeichnern und ratifizierte die Charta 1998. Damit hat sich die Bundesrepublik verpflichtet, die Sprachen der vier anerkannten nationalen Minderheiten - das Dänische, das Nord- und Saterfriesische, das Nieder- und Obersorbische und das Romanes - sowie die Regionalsprache Niederdeutsch zu schützen und zu fördern.

Die Koalitionsfraktionen weisen in ihrem Antrag darauf hin, dass die sprachliche Vielfalt in Deutschland und Europa nach wie vor akut gefährdet sei. Nach Schätzungen der Unesco werde die Hälfte der weltweit über 6.000 gesprochenen Sprachen bis Ende dieses Jahrhunderts aussterben, wenn nichts dagegen unternommen wird.