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Deutscher Bundestag - Archiv

Internationale Personalpolitik

Auswärtiges/Unterrichtung - 12.07.2017 (hib 430/2017)

Berlin: (hib/HLE) In zahlreichen relevanten internationalen Organisationen und europäischen Institutionen ist deutsches Personal inzwischen „angemessen, zum Teil zahlenmäßig gut oder sogar sehr gut vertreten“. Das geht aus dem als Unterrichtung vorliegendem „Fünften Bericht der Bundesregierung zur deutschen Personalpräsenz in internationalen Organisationen“ hervor (18/12759). „So ist Deutschland zum Beispiel bei der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), bei der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), beim Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und bei der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) derzeit gut vertreten.“

Mit dem Stand Januar 2017 seien von knapp 30.000 Mitarbeitern bei der EU-Kommission 2.149 Deutsche gewesen, 203 von rund 6.500 in der Verwaltung des Europäischen Parlaments und 90 von 942 beim Europäischen Auswärtigen Dienst.

Ziel der internationalen Personalpolitik sei es nicht, flächendeckend eine dem deutschen Finanzierungsanteil eins zu eins entsprechende Personalpräsenz zu erreichen, schreibt die Bundesregierung. Statt einer schematischen Herangehensweise werde eine detaillierte qualitative Betrachtung der jeweiligen Situation vorgenommen. „Eine rein am Budgetanteil ansetzende Betrachtung würde auch den berechtigten Vertretungsinteressen zahlreicher kleinerer und ärmerer Länder nicht gerecht, deren aktive Teilnahme in internationalen Organisationen ebenfalls im außenpolitischen Interesse Deutschlands liegt.“ Die Bundesregierung behalte das Verhältnis zwischen finanziellem Engagement und personeller Präsenz aber aufmerksam im Blick.

„Der Konkurrenzdruck, insbesondere von Seiten der aufstrebenden Schwellen- und Entwicklungsländer, wächst, und aus demographischen Gründen wird es in den nächsten Jahren eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Ruheständen deutscher Beschäftigter in internationalen Organisationen geben“, heißt es im Bericht weiter. Hinzu komme, dass eine günstige Arbeitsmarktlage in Deutschland dazu führe, dass das Interesse an einer Tätigkeit in einer internationalen Organisation bei deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern derzeit weniger stark entwickelt sei. Dies gelte im Besonderen für Fachbereiche wie etwa Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften oder Logistik, in denen deutsche Expertise stark nachgefragt werde.