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21.02.2018 Tourismus — Ausschuss — hib 91/2018

ITB Bühne für Mecklenburg-Vorpommern

Berlin: (hib/wid) Die Fremdenverkehrswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern erhofft sich von der bevorstehenden Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin eine Chance, mehr Beachtung als bisher bei ausländischen Reiseveranstaltern zu finden. Dies sagte Bernd Fischer, Geschäftsführer des mecklenburg-vorpommerschen Tourismusverbandes, am Mittwoch in einer Anhörung des Tourismusausschusses. Als erstes deutsches Bundesland überhaupt übernimmt Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr die Rolle des Offiziellen Partnerlandes der ITB. Unter dem Motto „Urlaub ist unsere Natur“ soll die Region nach Fischers Worten einem Publikum aus aller Welt als „Land zum Leben, zum Arbeiten, auch zum Urlaubmachen“ präsentiert werden.

Bisher liege der Anteil ausländischer Gäste unter den Besuchern Mecklenburg-Vorpommerns bei drei Prozent, sagte Fischer. Dies sei „durchaus nicht beachtlich“. Dennoch belegt das Land an der Ostsee im Wechsel mit Bayern seit Jahren den Platz der beliebtesten Urlaubsregion in Deutschland. Anzustreben sei, dass es „auf diesem Level bleibt“, sagte Fischer. Im Durchschnitt würden Jahr für Jahr rund 30 Millionen Übernachtungen gezählt. Allerdings habe es 2017 im Vergleich zum Vorjahr, wenn auch auf hohem Niveau, ein Minus gegeben. Eine eindeutige Ursache dafür lasse sich kaum benennen, zumal da im selben Zeitraum das benachbarte Schleswig-Holstein „ordentlich zugelegt“ habe. Die Entwicklung zeige, dass „Tourismus kein Selbstläufer“ sei, sagte Fischer.

Die Rolle des ITB-Partnerlandes sei Mecklenburg-Vorpommern zugefallen, nachdem ein anderer Kandidat kurzfristig abgesagt hatte. Daher sei auch nur dreieinhalb Monate Zeit gewesen, um den Auftritt vorzubereiten, von dem eine „neue Aufbruchsstimmung“ und ein „kräftiges Signal in die Branche“ der Region ausgehen solle. An der Eröffnungsveranstaltung der ITB werde Ministerpräsidentin Manuela Schwesig teilnehmen. Es gebe auch „belastbare Zusagen“, dass die Kanzlerin anwesend sein werde, die bekanntlich eine „enge Verbindung“ zum Land pflege.

Für die Dauer der ITB wollen die Veranstalter aus Mecklenburg-Vorpommern das Berliner Messegelände nach Fischers Worten mit bis zu 65 Strandkörben „überziehen“. Sie hoffen auf zahlreiche Strandkorb-Selfies, die unter dem Hashtag „#mymvmoment“ verbreitet werden können. Ihr Ehrgeiz sei obendrein, die Eröffnungsveranstaltung „komplett CO2-neutral“ zu gestalten. Den Besuchern der ITB soll ein Urlauberbähnchen mit elektrisch getriebener Zugmaschine zur Verfügung stehen, die ein Hersteller auf der Insel Rügen entwickelt hat, und die dort auch im Einsatz ist. Vorgestellt werden soll überdies eines der Solarboote, die auf dem Peenestrom zunehmend die Motorboote ersetzen sollen.

Fischer machte deutlich, dass die Tourismuswirtschaft seines Landes am Klimaschutz ein gesteigertes Interesse habe. Prognosen zufolge könne bis zum Ende des Jahrhunderts der Meeresspiegel der Ostsee um 48 Zentimeter ansteigen. Sollte die Wassertemperatur dauerhaft 20 Grad überschreiten, drohe obendrein eine „explosionsartige Vermehrung“ von Cyanobakterien im Meer, was ein Badeverbot an zahlreichen Stränden zur Folge haben könne. Durch Unwetter seien jetzt schon vermehrt Abbrüche von Steilküsten und Zerstörungen küstennaher Wander- und Radwege zu beklagen.

Zur stellvertretenden Vorsitzenden wählte der Ausschuss Astrid Damerow (CDU).

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