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Deutscher Bundestag - Archiv

„Hammerskins“ in Deutschland

Inneres und Heimat/Antwort - 27.11.2018 (hib 917/2018)

Berlin: (hib/STO) Über „Hammerskins“ (HS) berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/5796) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/5329). Danach treten deutsche HS-Mitglieder bei rechtsextremistischen Konzerten im In- und Ausland als Veranstalter, Organisatoren und Logistiker auf. Für die HS stelle die Veranstaltung von Konzerten einen Schwerpunkt ihrer Aktivitäten dar.

Wie die Bundesregierung ausführt, nehmen die HS in der gewaltorientierten rechtsextremistischen Szene in Deutschland eine zentrale Rolle ein und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Förderung deren Zusammenhalts. „Mit ihren vielfältigen Kontakten und der Organisation ihrer Musikveranstaltungen tragen sie entscheidend zur Vernetzung und zur Selbstbestätigung der Szene bei“, heißt es in der Antwort weiter. Bei Konzertveranstaltungen der HS im In- und Ausland komme es immer wieder zu Propagandadelikten von Besuchern. Bei einem erheblichen Teil der Mitglieder schlage sich darüber hinaus die Gewaltorientierung in szenetypischer Weise auch in einschlägigen Vorstrafen nieder.

Der Antwort zufolge gibt es „keine belastbaren Hinweise darauf, dass die HS als Gruppe auf die Begehung von Straftaten ausgerichtet sind“. In der Öffentlichkeit seien sie als Gruppe im Allgemeinen um Zurückhaltung bemüht. Es seien „nahezu keine, den HS als Gruppe zurechenbare Straftaten bekannt“.

Deutschlandweit existieren laut Vorlage „im niedrigen zweistelligen Bereich gleichberechtigte Regionalgruppen der HS, sogenannte Chapter“. Die Gesamtzahl der Vollmitglieder, Anwärter und Unterstützer liege bei den einzelnen Chaptern jeweils im einstelligen oder unteren zweistelligen Bereich. Insgesamt seien den HS in Deutschland zwischen 100 und 150 Personen zuzurechnen.

Die Mitglieder der HS sind den Angaben zufolge innerhalb des gesamten rechtsextremistischen Spektrums in Deutschland gut vernetzt. Insbesondere seien viele HS-Mitglieder zugleich auch noch Mitglieder in anderen rechtsextremistischen Organisationen; jedenfalls bestünden „Kontakte über die gemeinsame Organisation beziehungsweise die gemeinsame Teilnahme an rechtsextremistischen Konzerten und sonstigen Szeneveranstaltungen“.

Die Vernetzungen der HS-Mitglieder erstrecken sich laut Bundesregierung auch auf das Ausland. HS habe als in den USA gegründetes, internationales Netzwerk Ableger in mehreren europäischen und außereuropäischen Ländern.