+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

Direkt zum Hauptinhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen

Deutscher Bundestag - Archiv

Grüne: Koloniales Erbe aufarbeiten

Kultur und Medien/Antrag - 20.02.2019 (hib 193/2019)

Berlin: (hib/AW) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen spricht sich für eine umfassende Aufarbeitung des Kolonialismus aus. In einem Antrag (19/7735) fordert sie die Bundesregierung unter anderem auf, gemeinsam mit dem Senat von Berlin und unter maßgeblicher Beteiligung der Nachfahren der Opfer der deutschen und europäischen Kolonialverbrechen ein Konzept für eine zentrale Erinnerungsstätte der Hauptstadt zu erstellen. Zudem soll ein Förderprogramm zur transnationalen Aufarbeitung des kolonialen Erbes in der politischen und kulturellen Bildung aufgelegt werden.

Nach dem Willen der Grünen soll außerdem die Provenienzforschung in den Museen und Sammlungen mit Kulturgütern aus kolonialen Kontexten verstärkt werden. Kulturgüter deren rechtmäßiger Erwerb nicht nachgewiesen werden kann, soll den Herkunftsgesellschaften zur Rückgabe angeboten werden. Menschliche Gebeine sollen in jedem Fall zur Rückgabe angeboten werden und anthroplogische Forschung generell nur noch zur Klärung der Provenienz erlaubt werden.

Nach Ansicht der Grünen gehört der Kolonialismus zu dem am meisten verdrängten Etappen der deutschen Geschichte. Die Aufarbeitung stehe erst an ihrem Anfang und werde maßgeblich durch die Debatte um Raubgüter, die inhaltliche Gestaltung des Humboldt-Forums in Berlin oder die Umbenennung von Straßen und Plätzen, die nach Kolonisatoren benannt sind, vorangetrieben. Auch die Ankündigung von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, binnen fünf Jahren die Voraussetzungen für eine Rückgabe von afrikanischem Kulturgut aus den ehemaligen Kolonien zu schaffen, habe in Deutschland die kulturpolitische Debatte über den Umgang mit dem kolonialen Erbe beflügelt.