+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

Direkt zum Hauptinhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen

Deutscher Bundestag - Archiv

Bankenfusion schafft keine EU-Großbank

Finanzen/Antwort - 16.04.2019 (hib 426/2019)

Berlin: (hib/HLE) Nach einem Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank würde sich das fusionierte Institut nicht unter den zehn größten Banken in der Europäischen Union wiederfinden. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/8936) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/8406) hervor. Danach ist die britische Bank HSBC mit einer Marktkapitalisierung von 148 Milliarden Euro das größte Institut in der EU. Es folgen Banco Santander (Spanien) mit 70 Milliarden und BNP Paribas (Frankreich) mit 55 Milliarden Euro Marktkapitalisierung.

Die Marktkapitalisierung der Commerzbank betrug Mitte März 2019 nach Angaben der Bundesregierung rund 8,8 Milliarden Euro, die Marktkapitalisierung der Deutschen Bank 16,3 Milliarden Euro. Eine zusammengerechnete Marktkapitalisierung der beiden deutschen Institute von rund 25 Milliarden Euro würde noch nicht einmal an die der zehntgrößten europäischen Bank Barclays (Großbritannien) mit 33 Milliarden Euro heranreichen.

Der zum Zweck der Stabilisierung erworbene Bundesanteil an der Commerzbank beträgt 15,6 Prozent, was einem Beteiligungswert von rund 2,4 Milliarden Euro (2017) entspricht. Nach Angaben der Regierung müsste der Preis einer Commerzbank-Aktie auf 26 Euro steigen, sollten die Stabilisierungsmaßnahmen des Bundes grundsätzlich verlustfrei beendet werden. Auf die Frage, ob der Bund sich von der Beteiligung an der Commerzbank trennen wolle, erklärt die Bundesregierung, sie beteilige sich nicht an Spekulationen im Bezug auf mögliche Konsequenzen und hypothetischen Fragestellungen im Anschluss an die Entscheidung der beiden Unternehmen. Grundsätzlich erklärt die Regierung, sie habe „ein Interesse an einer starken Finanzbranche in Deutschland, damit Deutschland ein stabiler und starker Finanzplatz bleibt, der in der Lage ist, die differenzierte und auch international aktive deutsche Realwirtschaft angemessen mit Finanzdienstleistungen zu versorgen“.