+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

Direkt zum Hauptinhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen

Deutscher Bundestag - Archiv

Angst vor neuer Offensive in Nordsyrien

Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung/Ausschuss - 25.09.2019 (hib 1039/2019)

Berlin: (hib/JOH) Die Drohung der Türkei, eine neue Militäroffensive im Norden Syriens zu starten, hat nach Angaben von Professor Gerhard Trabert von der Hochschule Rhein-Main zum Rückzug einiger Nichtregierungsorganisationen aus der Rojava-Region geführt. In der Folge würde sich die ohnehin schwierige Gesundheitsversorgung in dem Gebiet weiter verschlechtern, warnte der Mainzer Arzt am Mittwochmorgen im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Seit der Androhung eines erneuten Militärangriffs durch die Türkei hat sich die Fehlgeburtenrate nach Schätzung von Ärzten vor Ort verdoppelt“, sagte Trabert. Überall fehle es an Ärzten, Psychiatern, medizinischen Geräten und Medikamenten. Seit Beginn des Krieges seien schätzungsweise 200.000 bis 300.000 Menschen aufgrund fehlender oder ungenügender medizinischer Behandlung gestorben.

Trabert appellierte an die Bundesregierung, mit der viel von Kurden bewohnten Region Rojava zu kooperieren, die seiner Ansicht nach „gut organisiert und demokratisch aufgebaut“ ist. Der bisher einzige Zugang nach Syrien über den Nordirak sei schwierig, es fehlten transparente Kriterien für die Grenzüberschreitung, sodass Hilfslieferungen oft nicht oder nur sehr verzögert ankämen. Außerdem sollten Deutschland und die EU Einfluss auf den Nato-Partner Türkei nehmen, da aufgrund der erneuten Androhung „große Angst“ in der Region herrsche.