+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

10.01.2020 Wirtschaft und Energie — Unterrichtung — hib 44/2020

Zahl der Breitbandanschlüsse wächst

Berlin: (hib/FNO) Die Zahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland ist deutlich angestiegen. Wie aus dem als Unterrichtung vorgelegten Tätigkeitsbericht 2018/2019 der Bundesnetzagentur - Telekommunikation (19/15851) hervorgeht, nahm die Zahl dieser Anschlüsse in Festnetzen um 400.000 zu und lag 2019 bei etwa 34,6 Millionen Anschlüssen. Drei Viertel davon basierten auf unterschiedlichen DSL-Technologien, gefolgt von Hybrid-Fibre-Coax (HFC)-Netzen. Glasfaserleitungen, die bis in die Wohnung oder ins Haus reichen, bleiben den Angaben zufolge bislang ein Nischenprodukt.

Dabei stieg auch die Zahl der DSL-Anschlüsse, wie aus dem Dokument weiter hervorgeht. Die etwa 25,2 Millionen Anschlüsse (2019 erwartet) teilten sich die Deutsche Telekom AG und ihre Wettbewerber fast gleichwertig auf - die Wettbewerber erreichten einen Vermarktungsanteil von etwa 47 Prozent. Das Wachstum im DSL-Bereich sei vor allem auf die Entwicklung der VDSL-Technologie zurückzuführen, die wesentlich höhere Übertragungsraten als herkömmliche Leitungen ermöglicht. Die Nachfrage danach dürfte weiter steigen.

Endverbraucher greifen weiterhin auf Bündelprodukte zurück, also Angebote, die einen Breitbandanschluss plus mindestens eine weitere Dienstleistung in einem einzigen Vertrag beinhalten. Bis Ende 2018 hätten die Deutsche Telekom AG und ihre Wettbewerber insgesamt etwa 32,4 Millionen eigenständige Bündeltarife vermarktet, erklärt die Bundesregierung.

Weniger gefragt seien hingegen herkömmliche Telekommunikationsnetze. Sowohl die Umsätze mit diesen Netzen als auch die darüber abgewickelten Gesprächsminuten sanken den Angaben zufolge: Die Menschen in Deutschland telefonieren mittlerweile bevorzugt mobil beziehungsweise kommunizieren über Messaging-Apps und Textnachrichten. Dementsprechend ist die Zahl der Telefonzellen weiter gesunken. Zum Jahresende 2019 dürfte sie der Prognose zufolge bei 16.000 liegen. Zwei Jahre zuvor waren es noch 6.000 mehr.

Die Bundesnetzagentur, die auch als direkte Anlaufstelle für Verbraucher dient, bekommt die Vielfalt an technologischen und tariflichen Möglichkeiten sowie die Anbieterbreite dabei deutlich zu spüren: Im ersten Halbjahr 2019 wurden 17.680 Beschwerden eingereicht, von Beschwerden zum Rufnummernmissbrauch bis hin zu Anträgen auf Streitbeilegung. Die Anzahl von Endnutzeranfragen sei allerdings auch leicht rückläufig. In der Vergangenheit hatte die Bundesnetzagentur ihr Angebot erweitert. So könnten Verbraucher nun die Leistungsfähigkeit ihres Breitbandanschlusses mit einer unabhängigen Anwendung messen und sich mit Hilfe von Produktblättern über Details ihres Vertrags informieren.

Der Unterrichtung beigefügt ist das 11. Sektorgutachten der Monopolkommission - Telekommunikation 2019 mit dem Titel „Staatliches Augenmaß beim Netzausbau“. Darin plädiert die Kommission für flexiblere Regulierungen, um den Ausbau von Netzen und damit den digitalen Wandel in Deutschland zu beschleunigen.

Marginalspalte