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Deutscher Bundestag - Archiv

Afrika-Strategie bei Bildung und Forschung

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Antwort - 04.03.2020 (hib 248/2020)

Berlin: (hib/ROL) Im Rahmen der Afrika-Strategie der Bundesregierung in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Forschung wurden seit 2013 rund 750 bi- als auch multilaterale Forschungsvorhaben durch das zuständige Ministerium gefördert. Die Kooperationen streben eine gleichberechtigte gemeinsame Arbeit der Partner an. Die Projekte im Bereich Bildung und Forschung sind ein Teil der Afrikapolitischen Leitlinien der Bundesregierung, die durch Kooperationen und Einzelmaßnahmen mit anderen Ressorts ergänzt werden. Das macht die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/17361) zur Afrika-Strategie deutlich.

Aus Sicht der AfD muss Hilfe in Entwicklungsländern vor allem dazu beitragen, Selbsthilfe zu ermöglichen. Nachhaltigkeit ist nach Meinung der Abgeordneten dann gewährleistet, wenn die Menschen eine echte Perspektive für ein menschenwürdiges Leben in ihren Ländern erhalten, hatte die Fraktion in ihrer Kleinen Anfrage (19/16686) geschrieben.

Als Beispiel für gleichberechtigte Partnerschaften im Bereich Bildung und Forschung nennt die Bundesregierung unter anderem die Forschungsagenda des Instituts der Panafrikanischen Universität für Wasser- und Energiewissenschaften in Tlemcen/Algerien (PAUWES), die gemeinsam mit afrikanischen Partnern erarbeitet wurde und nach Einschätzung der Bundesregierung dort aller Voraussicht nach in den nächsten 20 Jahren die Forschung bestimmen wird. Ein weiteres Beispiel ist die German University Cairo (GUC) in Ägypten, die laut Bundesregierung eine nachgefragte private Universität und auf dem Weg ist, sich auf Dauer selbst zu tragen.

Aus Mitteln des Bundes hätten deutsche Hochschulen seit 2011 verschiedene transnationale Studiengänge in Marokko und Äthiopien aufgebaut, die den Studierenden ein akademisches Studium ermöglichen und praxisrelevantes Wissen zur Nutzung auf dem heimischen Arbeitsmarkt vermitteln. Die deutsche Förderung verlaufe degressiv, die Hochschulen vor Ort finanzierten den Großteil der Projekte, unter anderem durch Studiengebühren

Wichtig ist der Bundesregierung, dass durch die Projekte Arbeitsplätze auch außerhalb des universitären Betriebes am lokalen Arbeitsmarkt geschaffen werden. Durch eine praxisorientierte Hochschulausbildung mit Branchenkenntnissen soll der hohen Arbeitslosigkeit junger Akademiker sowie dem Mangel an Unternehmensgründungen entgegengewirkt werden. Neben Kooperationen im wissenschaftlich-technologischen Bereich sollen die forschungs- und wissenschaftspolitischen Akteure bei der Gestaltung der jeweiligen nationalen Forschungs- und Innovationssysteme unterstützt werden. Durch die Reduzierung der Arbeitslosigkeit entstehen für den Einzelnen dauerhafte persönliche Perspektiven. So soll Flucht und Migration vorgebeugt werden.

Laut Bundesregierung belegen zudem zahlreiche Studien, dass die fehlende Teilhabe von Frauen an formaler wirtschaftlicher und angemessen entlohnter Tätigkeit ein Entwicklungshemmnis darstellt. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau sei damit nicht nur eine Frage sozialer Gerechtigkeit, sondern auch des ökonomischen Wohlstands und der stabilen Entwicklung eines Landes und stehe wegen ihres Mehrwerts für Wissenschaft und Forschung im Fokus der Strategie. Geschlechtergleichstellung befördert die nachhaltige Entwicklung und wird daher als eines der globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDG 5) der Vereinten Nationen genannt.