+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

Direkt zum Hauptinhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen

Deutscher Bundestag - Archiv

Golf von Guinea ist Piraterie-Hotspot

Auswärtiges/Antwort - 20.04.2020 (hib 398/2020)

Berlin: (hib/AHE) Der Golf von Guinea ist weiterhin eine der weltweiten Schwerpunktregionen für Piraterie und maritime Kriminalität. Wie die Bundesregierung in der Antwort (19/18496) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/17533) schreibt, fallen darunter Diebstähle von Schiffsgegenständen und Schiffsausrüstung, Raubüberfälle bis hin zu Schiffsentführungen und Entführungen von Crewmitgliedern mit dem Ziel der Lösegelderpressung. Entführungen von Crewmitgliedern hätten im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Gemäß den Statistiken des „International Maritime Bureau“ (IMB) „Piracy Reporting Centre“ (PRC) in Kuala Lumpur entfielen 2019 auf dieses Seegebiet 90 Prozent aller Entführungen von Crewmitgliedern sowie alle Schiffsentführungen weltweit. Insbesondere die Entführung von Tankschiffen fände vorzugsweise im Golf von Guinea statt. Die jeweiligen Piratengruppierungen verfügten über Erfahrung und Logistik, um die Ladungen abzupumpen. Eine für das Seegebiet vor der Küste Nigerias etablierte Angriffsform sei das sogenannte „Kidnapping-For-Ransom“, das heißt die gezielte Entführung von Crewmitgliedern zur Lösegelderpressung. Hierbei stünden generell alle Schiffstypen im Visier der Angreifer, deren Vorgehensweise häufig äußerst aggressiv sei. Oft würden die Schiffe bereits bei der Anfahrt beschossen. Vorrangig nähmen die Angreifer die ranghöchsten Besatzungsmitglieder in ihre Gewalt, wobei oft auch die Staatsangehörigkeit von Bedeutung sei. Für westliche oder europäische Staatsbürger werde in der Regel ein höheres Lösegeld gefordert.