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Deutscher Bundestag - Archiv

100.000 Euro Prämie für Olympiasieg

Sport/Antrag - 14.05.2020 (hib 503/2020)

Berlin: (hib/HAU) Die AfD-Fraktion sieht einen dringenden Anpassungsbedarf bei den Prämien für einen Olympiasieg, einen Sieg bei den Paralympics sowie für Medaillengewinne und gute Platzierungen bei Olympischen und Paralympischen Spielen. In einem Antrag (19/19161), der am Donnerstag auf der Tagesordnung des Bundestages steht, verlangen die Abgeordneten von der Bundesregierung, die Deutsche Sporthilfe zu bitten, die steuerfrei zu stellenden Prämien bis zu Platz acht auf jeweils das Fünffache zu erhöhen. Goldmedaillengewinner würden damit 100.000 Euro erhalten, Silbermedaillengewinner 75.000 Euro und Bronzemedaillengewinner 50.000 Euro. Ein vierter Platz würde mit 25.000 Euro honoriert werden, der fünfte Platz mit 20.000 Euro, ein sechster Platz mit 15.000 Euro, der siebte Platz mit 10.000 Euro und Platz acht mit 7.500 Euro.

Durch Bereitstellung der voraussichtlich dafür notwendigen sechs Millionen Euro an Prämien, basierend auf einer Wiederholung des Erfolges der Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016, soll die Bundesregierung nach den Vorstellungen der AfD-Fraktion dafür sorgen, „dass der Deutschen Sporthilfe die dafür notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt werden“.

Zur Begründung ihrer Initiative verweisen die Abgeordneten auf Prämienzahlungen in anderen europäischen Staaten. So bekommt in Italien der Vorlage zufolge ein Olympiasieger 150.000 Euro einmalig und zusätzlich 120.000 Euro auf vier Jahresraten verteilt. In Griechenland erhielten Olympiasieger 190.000 Euro, in Lettland 140.000 Euro und in Litauen 115.800 Euro zuzüglich eines Autos. Polen vergebe eine Sofortprämie in Höhe von 50.000 Euro. Dazu komme ab dem 40. Lebensjahr eine monatliche lebenslange, steuerfreie Rente in Höhe von 60 Prozent des Durchschnittsverdienstes.

Eine angemessene Olympiaprämie in der geforderten Höhe sei ein echter Anreiz und ein Ziel für den Sportler, auf das er, auch mit der entsprechenden gesellschaftlichen Anerkennung, hinarbeiten könne, schreibt die AfD-Fraktion in ihrem Antrag. Um dieses Ziel zu erreichen, würden Sportler oft über Jahre, manchmal Jahrzehnte Entbehrungen auf sich nehmen, verbunden mit finanziellen Nachteilen im ganz normalen Alltag. „Die Olympiaprämien sind Leistungs- und Erfolgsprämien, auch für diese jahrelangen Entbehrungen der Sportler und für die für einen Olympiaerfolg notwendige konsequente und kontinuierliche leistungs- und erfolgsorientierte Arbeit“, heißt es in der Vorlage. In vielen Fällen sei es auch so, dass Sportler, die diesen Weg gehen, Nachteile für ihr späteres berufliches Leben auf sich nähmen und nicht mehr die „berufliche Karriere“ der Kollegen machen könnten, die früher ins Berufsleben und in ihre „Karriereplanung“ eingestiegen sind.

Finanziell summierten sich allein diese Nachteile über die Berufsjahre hinweg zu einem Betrag, der die hier geforderte Olympiaprämie deutlich übersteige, heißt es weiter. Die aktuell in Deutschland gezahlten Olympiaprämien (20.000 Euro für einen Olympiasieg) seien im internationalen Vergleich „lächerlich gering“, obwohl der Betrag für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016 bereits erhöht worden sei. Um die Konkurrenzfähigkeit Deutschlands auch in diesem Sportbereich wiederherzustellen, seien deutlich höhere Prämien notwendig, befinden die Abgeordneten.