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Deutscher Bundestag - Archiv

Bisherige Sportfördersystematik verlängert

Sport/Ausschuss - 18.06.2020 (hib 631/2020)

Berlin: (hib/HAU) Für den Deutsche Behindertensportverband (DBS) bestehen als Folge der Corona-Pandemie im Jahr 2020 nach Aussage seines Präsidenten Friedhelm Julius Beuchler aufgrund der Verschiebung der Paralympischen Spiele Risiken im Bereich Sponsoring. Das machte Beuchler am Mittwoch vor dem Sportausschuss deutlich. Risiken gebe es auch im Bereich der Mitgliedsbeiträge durch Zahlungsschwierigkeiten auf Seiten der Mitgliedsverbände sowie durch den Wegfall von Fernsehrechte-Einnahmen. Die derzeit bekannten Einnahmenverluste für das Jahr 2020 könnten aber über verschiedene Einsparungen kompensiert werden, sagte der DBS-Präsident. Einer neuen Bewertung bedürfe es jedoch im Falle eines weiteren Lockdowns.

Die wesentlich höheren Risiken bestehen aus Sicht Beuchlers allerdings für das Jahr 2021. Eine Bewertung für das kommende Jahr sei abhängig von verschiedenen Faktoren - wie etwa der Mitgliederentwicklung in den Landes- und Fachverbänden und der Durchführung der Paralympischen Spiele, so dass aktuell noch keine abschließende Feststellung der finanziellen Auswirkungen vorgenommen werden könne.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), Stephan Mayer (CSU), verwies darauf, dass DBS und BMI vereinbart hätten, die übliche Zykluslänge der Förderung von vier Jahren beizubehalten. Somit fänden die paralympischen Verbände in der durch die Pandemie unsicheren Zeiten eine verlässliche Planungsgrundlage für die Paralympischen Sommerspiele Paris 2024 vor.

Mayer machte weiterhin deutlich, dass die Spitzenverbände des Sommersports im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) unter den schwierigen Bedingungen der Coronavirus-Pandemie mit einer kurz- und mittelfristig nur schwer absehbaren weiteren Entwicklung und vor dem Hintergrund der Verschiebung der Olympischen Sommerspiele von 2020 auf 2021 eine verlässliche Grundlage für die staatliche Unterstützung im neuen Olympiajahr 2021 bräuchten. Eine Orientierung der Förderung an dem bisher vorliegenden vorläufigen Potentialanalyse-Berichts (PotAS-Bericht) - der allein auf die Aspekte des Kaderpotentials und der Struktur in den Verbänden abzielt - sei nicht zielführend, da eine kurzfristige Erfolgsperspektive hieraus nicht abgeleitet werden könne, sagte er.

Das BMI habe daher in Abstimmung mit dem DOSB entschieden, die bisherige Fördersystematik einmalig bis 2021 zu verlängern. Alle Spitzenverbände des Sommersports werden demnach im kommenden Jahr eine von 2020 fortgeschriebene Grundförderung sowie eine in der Höhe neu festzulegende Projektförderung erhalten, die in erster Linie der Vorbereitung für die Olympischen Spiele 2021 Rechnung tragen soll, hieß es von Seiten des Ministeriums. Einzelheiten hierzu würden derzeit noch mit dem DOSB abgestimmt.

Die Vorbereitung der Förderentscheidung für den sich anschließenden auf drei Jahre verkürzten Zyklus von 2022 bis 2024 werde auf Basis des dann vollständigen PotAS-Berichts - der insbesondere die Erfolge in den einzelnen Disziplinen entscheidend einbezieht - unmittelbar nach den Olympischen Sommerspielen 2021 erfolgen.