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30.07.2020 Inneres und Heimat — Antwort — hib 799/2020

Motive des Attentäters von Hanau

Berlin: (hib/PST) Das Bundeskriminalamt (BKA) bleibt bisher bei der Tateinordnung des Attentats von Hanau als „objektiv rassistisch und rechtsextremistisch“. Dies teilte die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/21102(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (19/20814(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) mit. Die Bundesregierung hatte bereits in einer Antwort auf eine frühere Anfrage (19/19725(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) diese Einordnung wiedergegeben. Dazu stellte die Fraktion jetzt eine Nachfrage vor dem Hintergrund eines Medienberichts, wonach Rassismus nicht das dominierende Motiv gewesen sei. Der Täter habe „seine Opfer vielmehr ausgewählt, um größtmögliche Aufmerksamkeit für seinen Verschwörungsmythos von der Überwachung durch einen Geheimdienst zu erlangen“, gibt die AfD-Fraktion den Medienbericht wider. Die Bundesregierung verweist in ihrer Antwort darauf, dass der Abschlusslagebericht des BKA, der von einer rassistischen Tat ausgeht, nicht mit dem Abschluss der Ermittlungen gleichzusetzen sei. So stehe ein vom Generalbundesanwalt in Auftrag gegebenes forensisch-psychiatrisches Gutachten noch aus.