+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

Direkt zum Hauptinhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen

Deutscher Bundestag - Archiv

Experten fordern bessere Vorbeugung gegen Allergien

Gesundheit/Anhörung - 26.11.2020 (hib 1312/2020)

Berlin: (hib/PK) Wegen immer häufiger auftretender Allergien mahnen Gesundheitsexperten eine bessere Prävention an. Kinder und Erwachsene müssten wirksamer geschützt, Ärzte besser über mögliche Risiken durch allergene Stoffe informiert werden, forderten Fachverbände am Mittwoch in einer Anhörung des Gesundheitsausschusses des Bundestages über Anträge von Grünen (19/19865) und FDP (19/24373). Die Sachverständigen äußerten sich in schriftlichen Stellungnahmen.

Die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) erklärte, nötig sei eine Erweiterung der Deklarationspflicht auf Gebrauchsprodukte, zu denen wiederholte oder längere Hautkontakte bestünden. Durch die vollständige Deklarationspflicht von möglichen Allergenen könne die Diagnostik und Therapie erheblich verbessert werden. Allergien könnten im Einzelfall nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Leistungsfähigkeit in Schule, Beruf und Studien messbar beeinträchtigten.

Auf betroffene Kinder machte die Gesellschaft für pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) aufmerksam. Allergien gehörten zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Kleinkinder mit allergischer Rhinitis (Entzündung der Nasenschleimhaut) hätten ein erhöhtes Risiko, Asthma zu entwickeln. Der Verband forderte einen besseren Schutz der Kinder und Jugendlichen vor dem Passivrauchen und Luftschadstoffen.

Die Umweltmedizinerin Claudia Traidl-Hoffmann erklärte, mehr als 40 Prozent der Europäer litten unter Allergien, vor allem Kinder. Mit dem Klimawandel verschärfe sich das Problem, weil sich mit steigenden Temperaturen die Dauer des Pollenflugs erhöhe und die Pollenmenge vergrößere. Hochrechnungen zufolge sei 2025 mit einer Prävalenz von 50 Prozent der Bevölkerung zu rechnen. Sie forderte eine bessere Prävention.