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Deutscher Bundestag - Archiv

Artikel

Tausende Bürgerinnen und Bürger haben am Sonntagabend, 3. Oktober 2010, die Feier zum 20. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung vor dem Reichstagsgebäude in Berlin mitverfolgt. Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert sagte: „Auch bei selbstkritischer Betrachtung der 20 Jahre seit dem 3. Oktober 1990 haben wir alle miteinander Anlass zu stillem Stolz und lautem Dank.“ Das gelte für den Westen gegenüber dem Osten nicht weniger als umgekehrt.

Lammert begrüßte zu Beginn der Feierlichkeiten insbesondere den Ehrengast und Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl, zu dessen Ehren sich Gäste und Zuschauer erhoben. „Dass wir Deutschen diese historische Chance nutzen konnten“, sagte Lammert an Kohl gewandt, „daran haben Sie einen herausragenden persönlichen Anteil.“ Lammert dankte Kohl für dessen „historische Leistung“ und überreichte dem sichtlich bewegten Kanzler der Einheit unter großem Beifall einen Blumenstrauß.

„Die größte Straßenparty des Jahrhunderts“

Unter den Gästen weilten neben Bundespräsident Christian Wulff, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Andreas Voßkuhle, sowie Mitgliedern des Bundeskabinetts auch die ehemaligen Bundespräsidenten Dr. Richard von Weizsäcker und Walter Scheel, die frühere Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth, die letzte Präsidentin der DDR-Volkskammer, Dr. Sabine Bergmann-Pohl, der letzte Ministerpräsident der DDR, Lothar de Maizière, der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher sowie der ehemalige Bundesminister Rudolf Seiters.

Lammert hob in seiner Ansprache die Symbolkraft des Reichstagsgebäudes hervor. „Heute vor 20 Jahren um Mitternacht wurde an gleicher Stelle die Bundesflagge zum ersten Mal aufgezogen, um die deutsche Einheit zu feiern“, sagte er und erinnerte an „die größte Straßenparty des Jahrhunderts, während derer Hunderttausende Menschen ein Ereignis bejubelten, das vielen bis heute wie ein Wunder erscheint.“

„Eine Aufgabe der jungen Generation“

Der Bundestagspräsident betonte, dies sei jedoch nicht ein Wunder und auch kein Naturereignis gewesen, sondern „die Folge einer friedlichen Revolution, die ihre Ziele nicht nur erreicht, sondern überboten hat.“ Der Bundestagspräsident dankte allen Frauen und Männern in Ost und West, „die diese neue Freiheit friedlich durchgesetzt haben“.

Große Hoffnungen setzt er auf die jungen Leute: „Am 20. Jahrestag der Einheit ist auch die erste Generation erwachsen geworden, die nie etwas anderes erlebt hat.“ Sie erlebe ein Deutschland, das vor 20 Jahren neu entstanden sei. Dessen Zukunft sei eine Aufgabe der jungen Generation.

„Glücklichere Zeiten hatten wir Deutsche nie“

Diese stolzen Errungenschaften seien den revolutionären Eregnissen vor 20 Jahren zu verdanken, „die unser Land verändert haben“. Auch wenn sich die Begeisterung der Ereignisse von damals nicht auf Dauer konservieren lasse, wäre es sehr wohl möglich, die Errungenschaften der friedlichen Revolution der Deutschen zu bewahren.

Lammert schloss mit den Worten: „Glücklichere Zeiten als heute hatten wir Deutsche nie. Im dankbaren Rückblick und der Zukunft zugewandt rufe ich: Blüh' im Glanze dieses Glückes, blühe, deutsches Vaterland!“

Chorgesang und Tanz

Durch das Programm der zweistündigen Feierlichkeiten führte Moderatorin Birgit Klaus vom Südwestrundfunk. Neben dem Sänger Clueso&der STÜBAphilharmonie aus Thüringen traten auch die Deutsche Chorjugend und Tänzer der Staatlichen Ballettschule Berlin auf.

Den feierlichen Abschluss des Programms bildeten die Nationalhymne und ein Feuerwerk zur Europahymne.

Bürgerfest in Bremen

In Bremen hatte am Wochenende das Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit stattgefunden, bei dem der Deutsche Bundestag ebenfalls vertreten war. (jmb)

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