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Deutscher Bundestag - Archiv

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Den Mittelstand im Blick: Claudia Bögel

Claudia Bögel (FDP)

Claudia Bögel (FDP)

© Bögel

„Wenn ich mich engagiere, dann konsequent, mit halber Kraft erreicht man nichts“, sagt die FDP- Abgeordnete Claudia Bögel. Und diese Konsequenz spiegelt sich auch in ihrer politischen Karriere wider. 2002 ist die Steinfurterin mit 41 Jahren in die FDP eingetreten. Bereits im Jahr 2003 wurde die IT-Managerin stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Steinfurter Rathaus, 2004 dann Vorsitzende des FDP-Stadtverbandes und 2008 Mitglied im Landesvorstand Liberaler Mittelstand. Dass Claudia Bögel sich von Beginn an mit so viel Herzblut engagierte, überzeugte ihre Partei. Der Kreisverband nominierte sie 2008 als Kandidatin für den Bundestag, und Claudia Bögel überzeugte die Wähler in ihrem Wahlkreis. Seit September 2009 ist sie Bundestagsabgeordnete und in ihrer Fraktion Sprecherin für den Mittelstand, IT-Kommunikation und Postpolitik.

Nach dem Studium ins Unternehmen der Eltern

Nach dem Abitur am Gymnasium Arnoldinum in Steinfurt studierte Claudia Bögel Geschichte und Politologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. 1983 trat sie in den mittelständischen Betrieb ihrer Eltern in Steinfurt ein und absolvierte dort eine kaufmännische Ausbildung. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, was der Mittelstand in Deutschland schultern muss und hatte immer große Sympathien für die FDP“, sagt Claudia Bögel.

Die Frage, warum sie sich erst mit 41 Jahren für eine Mitgliedschaft bei den Liberalen entschied, beantwortet die Abgeordnete so: „Ich war politisch immer sehr interessiert, hatte aber familiär eine große Verantwortung, die mir einfach keine Zeit für die Mitarbeit in einer Partei ließ. Ich versorgte viele Jahre meine Mutter und meine Großmutter, wollte für meinen Sohn und meinen Mann da sein und war außerdem immer voll berufstätig. Da ist der Zeitrahmen eng gesteckt. Meine Prioritäten lagen bei meiner Familie“.

„Sorgen der Bürger ernst nehmen“

Für Claudia Bögel wurde das Jahr 2002 sozusagen das „Startjahr“ ihrer politischen Karriere in der FDP. Und die begann mit einem Schlüsselerlebnis. „Ich wohnte damals in der Innenstadt von Steinfurt. Schon seit langer Zeit kämpften die Innenstadtbewohner dort mit massiver Belästigung durch ein alljährlich stattfindendes Event. Sie hatten sich bereits mehrfach an die Stadtverwaltung gewandt, aber kein Verantwortlicher schenkte ihnen Gehör“, erzählt Bögel.

Sie schrieb einen Leserbrief an die örtliche Presse und schickte diesen auch an den Bürgermeister. „Ich forderte ihn auf, die Sorgen der Bürger ernst zu nehmen und sich vor Ort anzuschauen, was dort passiert.“ Der Brief verfehlte seine Wirkung nicht. Für das Problem wurde eine Lösung gefunden.

Und die Liberalen wurden auf die energische Bürgerin aufmerksam. „Ich wurde von Bekannten aus der FDP angesprochen und eingeladen, an einer Fraktionssitzung teilzunehmen. Wenig später war ich selbst FDP-Mitglied, und bereits ein Jahr danach wurde ich stellvertretende Fraktionsvorsitzende“, resümiert Claudia Bögel.

„Mitwirken statt Zuschauen“

Dass es in ihrer Heimatstadt viele Dinge gab, die angepackt werden müssen, wusste Claudia Bögel. Sie war ja eine politisch interessierte Bürgerin. „Es ist aber ein großer Unterschied, selbst an der Lösung der Probleme mitzuwirken, als nur zuzuschauen und Ergebnisse abzuwarten“, erklärt die Politikerin.

„Wer seine Stadt und die Bürger kennt, kommt schnell ins Gespräch. Und die Menschen aus Steinfurt haben mir ihre Sorgen anvertraut, weil ich ihnen von Anfang an zugehört habe“, sagt Claudia Bögel. Auch die FDP würdigte ihr Engagement. 2004 wählte man sie zur Vorsitzenden des FDP-Stadtverbandes Steinfurt.

„Immer ansprechbar - das wollte ich sein“

Durch die schnelle Wahl in führende Parteiämter im lokalen Bereich und das Vertrauen, das ihr die Liberalen entgegen brachten, ging die politische Karriere von Claudia Bögel Jahr für Jahr stetig voran. „Ich hatte aber bei meiner Arbeit für die Menschen nicht die Parteikarriere im Blick, sondern wollte so sein, wie ich mir Politiker immer gewünscht habe: Kompetent, vor Ort, immer ansprechbar und zupackend“, streicht Claudia Bögel heraus.

Das ist ihr gelungen, denn bereits 2005 schaffte sie den Sprung in den Kreisvorstand der FDP, engagierte sich gleichzeitig bei den Liberalen Frauen und wurde 2006 prompt deren stellvertretende Bezirksvorsitzende.

Und weil ihre Parteifreunde wissen, dass Claudia Bögel keine halben Sachen macht, wählte der Bezirksverband sie im Jahr 2008 als Kandidatin für die Bundestagwahl. „Die sagten mir: Du bist dafür die Richtige und Du kannst kämpfen. Die Menschen im Wahlkreis vertrauen Dir, Du bist authentisch und Du bist eine von hier“, erzählt Claudia Bögel rückblickend.

Mit der Erststimme auf Rang II in Nordrhein-Westfalen

Sie nahm die Herausforderung an und bewarb sich um ein Direktmandat im Wahlkreis Steinfurt I/Borken I. Nach einem langen Wahlkampf mit unendlich vielen Terminen erhielt sie am 27. September 2009 den Lohn für ihr Engagement: Sie erzielte das zweitbeste Erststimmen-Ergebnis für einen FDP-Kandidaten in Nordrhein-Westfalen. Über die Landesliste (Platz 17) zog sie in den Bundestag ein.

Claudia Bögel gehört dem Ausschuss für Wirtschaft und Technologie an und ist hier Sprecherin ihrer Partei für Mittelstand, IT-Kommunikation und Postpolitik. Außerdem ist sie Mitglied im Unterausschuss „Regionale Wirtschaftspolitik“, sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union, als auch im Ausschuss für Tourismus.

Claudia Bögel engagiert sich außerdem in den Arbeitsgruppen „Bürokratieabbau“ und „Kommunalpolitik. Sie ist stellvertretendes Beiratsmitglied der Bundesnetzagentur. Im Sommer 2010 wurde sie in den Mittelstandsbeirat des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie berufen. Die Arbeitsgruppe “Mittelstand„ innerhalb der FDP-Bundestagsfraktion hat sie ins Leben gerufen.

Dass sie neben ihrer Arbeit als Bundestagsabgeordnete auch Kreisvorsitzenden der FDP in Steinfurt ist, begründet Claudia Bögel mit ihrem Leitspruch: “Ich mache keine halben Sachen!„ (bsl)

(Stand: November 2010)

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