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Deutscher Bundestag - Archiv

Artikel

Mit dem ersten Spatenstich haben der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Dr. Wolfgang Thierse (SPD), und Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) am Dienstag, 9. November 2010, den zweiten Bauabschnitt des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses im Berliner Parlamentsviertel eröffnet. „Wenn der Reichstag das Herzstück unseres Parlamentes ist, dann ist das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus das Gedächtnis“, erklärte der Bundesbauminister die Bedeutung des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses für das Parlament. In dem Gebäude befindet sich die weltweit zweitgrößte Parlamentsbibliothek. Zu Hause sind dort auch die Wissenschaftlichen Dienste und das Archiv des Deutschen Bundestages.

„Gebäude ist öffentlich zugänglich“

In die Erweiterung dieses Parlamentsgebäudes investiert der Bund 190 Millionen Euro. Im Zentrum des Ostflügels des vom Architekten Professor Stephan Braunfels geplanten Gebäudes wird ein 36 Meter hoher Turm entstehen. Gleichzeitig werden ein repräsentativer Eingangsbereich an der Luisenstraße und ein Bistro mit 50 Innenplätzen und 150 Außenplätzen auf der Spreeseite des Hauses geschaffen.

Bistro und Gebäude werden öffentlich zugänglich sein. Ende 2014 soll das dann rund 44.000 Quadratmeter große Parlamentsgebäude endgültig fertiggestellt sein.

„Band schlägt Brücke über die Spree“

„Die Gebäude des Deutschen Bundestages stehen für den Kern unserer repräsentativen Demokratie, für Parlamentarismus und für die Herrschafft und Souveränität des Volkes“, sagte Peter Ramsauer über das Bauprojekt. Mit der Idee vom „Band des Bundes“ sollen die Gebäude der Regierung, das Kanzleramt, die des Parlaments, das Paul-Löbe-Haus und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, eine symbolische Verbindung der einst getrennten Teile Berlins fortführen.

„Nicht weit weg von hier verlief die Mauer“, erinnerte Wolfgang Thierse, der als Vizepräsident des Bundestages auch Vorsitzender der Kommission des Ältestenrates für Bau- und Raumangelegenheiten ist. „Dieses Band schlägt im wahrsten Sinne des Wortes eine Brücke über die Spree und über den ehemaligen Todesstreifen.“ Es verbinde Exekutive und Legislative sowie West und Ost.

„Berlin, Hauptstadt der Deutschen“

Nachdem das im Jahr 2003 nur vorläufig fertiggestellte Marie-Elisabeth-Lüders-Haus unvollendet blieb, weil das Baugrundstück noch nicht endgültig erschlossen war, habe er dessen Vollendung als eine „Pflicht“ begriffen, sagte Thierse weiter. Der Vizepräsident erinnerte an die vielschichtige Bedeutung des 9. Novembers von der Novemberrevolution 1918 über die Reichspogromnacht 1938 bis zum Mauerfall 1989: „Ein verflucht deutsches Datum und ein schönes deutsches Datum.“

Mit dem Mauerfall vor 21 Jahren seien die Voraussetzungen geschaffen worden, „dass wir heute hier zusammenstehen“. Berlin sei über die Jahre auf eine selbstverständliche Weise die Hauptstadt der Deutschen geworden.

„Neue Büros sind keine Großmannssucht“

Vom Anbau versprechen sich sowohl der Minister als auch der Vizepräsident positive Veränderungen. „Dass 300 neue Büroräume für unsere parlamentarische Arbeit hinzukommen, ist keine Großmannssucht“, sagte Thierse.

„Es ist wichtig, unseren Abgeordneten das hinreichende Handwerkszeug in materieller und räumlicher Hinsicht zur Verfügung zu stellen, um den Anforderungen und Erwartungen der Bevölkerung an sie gerecht zu werden“, entgegnete auch Ramsauer möglicher Kritik. Der bisher zur Verfügung stehende Platz habe nicht gereicht.

„Versammlungsstätte für 1.200 Gäste“

Es werde aber mehr entstehen als nur Bürofläche. „Die große Halle wird eine öffentliche Versammlungsstätte für Veranstaltungen“, versprach Rita Ruoff-Breuer, Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung.

Die Halle wird Platz für rund 1.200 Gäste bieten und Versammlungsstätte für öffentliche Veranstaltungen. In der Rotunde der Halle wird die Skulptur „Kosmos 70“ von Bernhard Heiliger wieder einen Platz finden, die von 1970 bis 1994 im Reichstagsgebäude hing. (eis)

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