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Bildung

Künftige Studienplatzvergabe optimistisch bewertet

Es geht um die Vergabe von Studienplätzen

Es geht um die Vergabe von Studienplätzen (dpa)

Mit vorsichtigem Optimismus haben die Sachverständigen bei einem öffentlichen Fachgespräch des Ausschusses für Bildung und Forschung unter Vorsitz von Ulla Burchardt (SPD) die Einführung des „dialogorientierten Zulassungsverfahrens“ an deutschen Hochschulen bewertet. Am Mittwoch, 16. März 2011, betonten die vier Experten das Ziel, das neue, bundesweit geltende Zulassungsverfahren zum Wintersemester 2011/12 einzusetzen, wiesen jedoch auch auf bestehende Risiken hin. Am Vortag hatte die Stiftung für Hochschulzulassung verkündet, den Start des Systems vom 1. April auf den 15. Mai zu verschieben.

Längere Vorbereitungsphase

Deren Vorsitzender Prof. Dr. Michael Teuscher verteidigte die Entscheidung im Ausschuss. Obwohl die Vorbereitungsphase verlängert worden sei, sei es nach wie vor das Ziel, Bewerbern und Hochschulen zum Wintersemester dieses Jahres ein Gesamtsystem anzubieten, das die Zulassung zeitlich beschleunigt und zudem den Abgleich von Mehrfachzulassungen ermöglicht.

Wie geplant liefen seit März Testläufe; diese seien „erfolgversprechend“. Nach Auskunft Teuschers kommen auf die Hochschulen Kosten in Höhe von 20 Euro pro vermitteltem Studienplatz zu.

„Zulassungskapazitäten ausschöpfen“

Darüber hinaus hätten die Länder die Finanzierung des neuen Verfahrens eindeutig sichergestellt, betonte Thomas Kathöfer, Generalsekretär der Hochschulrektorenkonferenz. Es sei notwendig, die Zulassungskapazitäten auszuschöpfen, da einerseits die Studierwilligkeit zunehme, daneben aber die Grundfinanzierung der Hochschulen stagniere oder rückläufig sei.

Auch der Bundestag habe zur Entwicklung der neuen Zulassungssoftware 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, wie die Ausschussvorsitzende Ulla Burchardt eingangs betonte.

„Sehr zeitkritisches Projekt“

„Wir sind noch nicht über den Berg“, sagte Prof. Dr. Stefan Jähnichen vom Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik. Das Projekt sei „sehr zeitkritisch“. Er sei nicht sicher, dass das System „jetzt direkt“ umgesetzt werden könne, und verwies auf bestehende Unwägbarkeiten.

Da es keine lange Erprobungsphase gegeben habe, enthalte die Software „sicherlich noch Fehler“. Auch hätten erste Testläufe des Programms mehr Fehler ergeben als erwartet. Die Folgeversion werde nun geprüft.

„Chance, die Reißleine zu ziehen“

Ende April gebe es die Chance, „die Reißleine zu ziehen“ und sich doch noch gegen die Einführung der Software zum geplanten Zeitpunkt zu entscheiden, sagte Jähnichen.

Von den Hochschulen, die bereits mit dem System gearbeitet hätten, komme bislang jedoch ausschließlich positive Resonanz.

„Beteiligung von Fachhochschulen noch unklar“

Zur Bereitschaft der Hochschulen, sich an dem System zu beteiligen, äußerte sich Staatssekretär Dr. Josef Lange von der Kultusministerkonferenz. Demnach will sich die überwiegende Zahl der Universitäten an dem neuen Zulassungsverfahren beteiligen.

In vier Bundesländern, unter anderem in Berlin, hätten alle Hochschulen ihre Zustimmung signalisiert. Deutschlandweit sei die Beteiligung der Fachhochschulen jedoch noch unklar. (tyh)

Liste der geladenen Sachverständigen
  • LiProf. Dr. Stefan Jähnichen, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik
  • Thomas Kathöfer, Generalsekretär der Hochschulrektorenkonferenz
  • Staatssekretär Dr. Josef Lange, Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen; Kultusministerkonferenz
  • Prof. Dr. Michael Teuscher, Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz; Vorsitzender der Stiftung für Hochschulzulassung 

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