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Deutscher Bundestag - Archiv

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„Große Chance, den Horizont zu erweitern“

Vizepräsidentin Petra Pau begrüßt IP-Stipendiaten

Vizepräsidentin Petra Pau begrüßt IP-Stipendiaten

© DBT/Melde

Wer weiß schon, dass ein Ungar das Streichholz erfunden hat und SKYPE eine Erfindung aus Estland ist? Durch das Internationale Stipendienprogramm des Deutschen Bundestages (IPS) erfährt dies nun so mancher Abgeordneter. Am Donnerstag, 17. März 2011, wurden jetzt die neuen IPSler von der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau (Die Linke), offiziell begrüßt. Im Hörsal der Freien Universität Berlin hieß sie 115 junge Menschen aus 27 verschiedenen Ländern willkommen. Vor genau 25 Jahren startete das Stipendienprogramm mit elf Teilnehmern, die damals alle aus den USA kamen. „Damals hatte der Bundestag noch seinen Sitz in Bonn und die Welt war noch in einen Ost- und einen Westblock geteilt“, blickte Pau zurück. „Inzwischen haben 1.600 junge Leute an diesem einzigartigen Angebot teilgenommen.“ Sie kommen den USA, aus Mittel-, Süd-, Südosteuropa, Frankreich und Israel.

„Die große Überschrift lautet Demokratie“

In den nächsten fünf Monaten werden die internationalen Hochschulabsolventen die Arbeitsweise des Bundestages kennenlernen - „nicht zuschauend, sondern aktiv“, betonte Pau. Sie werden in einem Abgeordnetenbüro mitarbeiten, Wahlkreisarbeit kennenlernen und an Veranstaltungen und Seminaren teilnehmen.

„Die große Überschrift über Ihrem Stipendienprogramm lautet Demokratie“, fasste die Vizepräsidentin zusammen und riet: „Seien Sie auch Botschafter Ihres Landes und seien Sie neugierig auf die anderen.“

Kooperation mit den Berliner Universitäten

„Am 15. April ist Semesterbeginn, Sie sind herzlich willkommen“ - begrüßte auch Prof. Dr. Werner Vätz, Vizepräsident der Freien Universität Berlin, die Teilnehmer.

Die Stipendiaten können während ihres Aufenthalts an den drei Berliner Universitäten, die zusammen mit dem Bundestag das Stipendium vergeben, studieren.

„Fünf unvergessliche Monate“

Dass sie als Botschafterin von Mazedonien im Jahr 2011 die neuen IPS-Stipendiaten begrüßen würde, hätte sie sich 2003 nicht träumen lassen, sagte Kornelija Utevska-Gligorovska in ihrem Grußwort. Die Botschafterin von Mazedonien nahm damals am IPS teil als eine von 90 Stipendiaten aus 17 Ländern.

„Das Programm bietet für jeden Einzelnen eine große Chance, Kontakte zu knüpfen, sich ein Bild von Politik zu machen und den Horizont zu erweitern“, sagte Utevska-Gligorovska und bedankte sich stellvertretend für alle Stipendiaten für „fünf unvergessliche Monate in Berlin“.

Geben und Nehmen

„Wir freuen uns, dass Sie da sind“, begrüßte der Bundestagsabgeordnete Bernd Scheelen (SPD) die jungen Menschen. Das IPS sei ein Geben und Nehmen. Denn aus eigener Erfahrung wisse er, dass nicht nur die Stipendiaten von dem Programm profitieren, sondern dass die Stipendiaten durch ihre andere Sichtweise auch für die Abgeordneten eine Bereicherung sind.

Scheelen ist im Bundestag in der Berichterstattergruppe für die Internationalen Austauschprogramme für die Auswahl der Stipendiaten mitverantwortlich.

Zwei Minuten fürs Heimatland

Nach den Grußworten waren die Stipendiaten dran: Sie hatten zwei Minuten Zeit, um ihr Land vorzustellen - viel zu kurz, da waren sich alle einig. Engagiert nutzten sie die Zeit, um die wichtigsten Daten vorzustellen, Vorurteile abzubauen oder auch unbekannte Fakten über ihre Heimat vorzutragen.

So erfuhren die Gäste zum Beispiel, dass die englische Königin moldawischen Wein trinkt, ein Ungar das Streichholz erfand und dass drei junge Esten die Software “Skype” entwickelt haben, mit dem viele Menschen kostenlos über das Internet telefonieren und chatten.

Kuchen und Backrezepte

Die serbischen Teilnehmer zeigten auf der Bühne, wie ein traditioneller Heiratsantrag in Serbien abläuft.

Die Stipendiaten aus dem Kosovo und Lettland reimten ein Gedicht auf ihre Länder, die Teilnehmer aus Aserbaidschan tanzten und die Stipendiaten aus Kroatien verteilten Kuchen und Backrezepte, um ihr Land schmackhaft zu machen (kim)

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