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Deutscher Bundestag - Archiv

Artikel

Bundestag trauert um Hans Apel

Hans Apel 1975

© Bundespresseamt

Der Bundestag hat zu Beginn der Plenarsitzung am Donnerstag, 8. September 2011, des am 6. September im Alter von 79 Jahren verstorbenen ehemaligen Hamburger SPD-Abgeordneten Hans Apel gedacht. Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert würdigte Apel, der dem Parlament von 1965 bis 1990 angehört hatte, und sprach der Familie des Verstorbenen im Namen des ganzen Hauses die Anteilnahme aus.

„Leidenschaftlicher Parlamentarier“

Bereits zuvor hatte Lammert Apel als herausragenden Politiker und leidenschaftlichen Parlamentarier gewürdigt. „Apel hat 25 Jahre als Mitglied des Deutschen Bundestages wie auch als Bundesfinanzminister und als Bundesverteidigungsminister maßgeblich an wichtigen Weichenstellungen in der Geschichte der Bundesrepublik mitgewirkt“, sagte Lammert.

Der am 25. Februar 1932 in Hamburg-Barmbek geborene Hans Apel war nach Studium der Wirtschaftswissenschaften, Promotion und kurzer beruflicher Tätigkeit von 1958 bis 1961 Sekretär der sozialistischen Fraktion des Europäischen Parlaments, in dem er von 1965 bis 1969 auch als Abgeordneter mitwirkte. Bereits 1955 war er in die SPD eingetreten.

Finanzminister und Verteidigungsminister

Als Bundestagsabgeordneter wurde er 1972 zum Parlamentarischen Staatssekretär für Europafragen im Auswärtigen Amt berufen. Von 1974 bis 1978 gehörte er der Regierung von Bundeskanzler Helmut Schmidt als Bundesfinanzminister und anschließend bis zum Ende der sozialliberalen Koalition im Herbst 1982 als Bundesverteidigungsminister an.

Nach dem Regierungswechsel fungierte Apel ab 1983 als stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion und Vorsitzender des Arbeitskreises „Öffentliche Finanzwirtschaft“. In seiner Würdigung vor dem Bundestag erinnerte Lammert auch an den durch Apel populär gewordenen Ausspruch „Ich glaub' mich tritt ein Pferd“.

„Geprägt von der protestantischen Ethik“

1988 trat Apel von allen Parteiämtern zurück, widmete sich publizistischer Tätigkeit und veröffentlichte einige vielbeachtete Bücher. Von 1991 bis 1996 trat Apel bei den Tarifverhandlungen im westdeutschen Bauhauptgewerbe als Schlichter in Erscheinung.

„Er war geprägt von der Orientierung an der protestantischen Ethik und tiefen christlichen Glaubensüberzeugungen“, sagte Lammert. Seine eigene Partei habe er von seinem gelegentlich unbequemen Urteil nicht ausgenommen.  (vom)

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