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Deutscher Bundestag - Archiv

Artikel

„Einander in die Karten schauen“

Vorsitzender Markus Grübel (CDU/CSU)

Vorsitzender Markus Grübel (CDU/CSU)

© DBT/Melde

Die deutsch-französische Freundschaft wird oft als Motor der europäischen Integration bezeichnet und befördert auf politischer Ebene das Zusammenwachsen der EU. Was institutionell weit fortgeschritten ist und in den vergangenen Jahrzehnten auf vorbildliche Weise gelang, muss in Zukunft konkreter das Alltagsleben der Bürger erreichen. Das deutsch-französische Seminar „Dialog der Zivilgesellschaften“ soll dazu beitragen. „In einer spannenden Phase von existenzieller Bedeutung“ begrüßte Markus Grübel (CDU/CSU), Vorsitzender des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement, französische und deutsche Teilnehmer des Seminars am Donnerstag, 8. September 2011, im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages.

Während zeitgleich im Plenum über den Europäischen Stabilisierungsmechanismus als Ausweg aus der Schuldenkrise debattiert wurde, betonte Grübel, dass „grenzüberschreitender Erfahrungsaustausch wichtig ist, um bürgerschaftliches Engagement zu fördern“. Über die pure Politik hinaus werde in einer stetig komplexer werdenden Welt die Koordinierung immer wichtiger.

Themen identifizieren, Ideen entwickeln

„Den vielen Akteuren in Staat, Zivilgesellschaft und Wirtschaft die Zusammenarbeit zu verordnen, ist nicht zielführend“, stellte Grübel fest, der Gastgeber des Seminars ist. Der von dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement und der Conférence permanente des coordinations associatives getragene Dialog solle Themen identifizieren und Projektideen entwickeln, die für die Zukunft engere Kontakte zwischen den deutsch-französischen und europäischen Zivilgesellschaften knüpfen.

Doch freiwilliges Engagement sei in Europa unterschiedlich ausgeprägt und historisch gewachsen. „Der Austausch ist wichtig, weil ein Blick in die Karten des Nachbarn mehr bringt als zehn Jahre Spielerfahrung“, sagte der Unterausschussvorsitzende Grübel.

Hätte sich vor zehn Jahren niemand vorstellen können, dass Engagementpolitik ein eigenständiges Politikfeld wird, sei es für die Zukunft von Bedeutung, Lösungen zu Themen wie Integration, demografischer Wandel und Bildung zu finden, die auch durch ehrenamtliches Engagement getragen würden.

Unterausschuss soll Engagement fördern

Um der Bedeutung der Zivilgesellschaft gerecht zu werden, hat der Deutsche Bundestag im Jahr 2003 den Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement eingesetzt, der dem Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zugeordnet ist, und sich mit laufenden Gesetzesvorhaben und Initiativen, die bürgerschaftliches Engagement betreffen, befasst. Der Ausschuss arbeitet an der weiteren Umsetzung der Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission „Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements“, die im Jahr 2000 eingesetzt worden war und Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Freiwilligentätigkeit erarbeitet hatte.

Darüber hinaus wirken die Abgeordneten - im Dialog mit Akteuren der Zivilgesellschaft - an der Fortentwicklung der Engagementpolitik des Bundes und an der Entwicklung einer ressortübergreifenden engagementpolitischen Strategie des Bundes mit. (eis)

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