+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

+++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++ Archiv +++

Direkt zum Hauptinhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen

Deutscher Bundestag - Archiv

Artikel

Architekt und Politiker aus Leidenschaft

Sebastian Körber, FDP

Sebastian Körber, FDP

© DBT/Zippel

Mit 31 Jahren ist Sebastian Körber einer der jüngsten Abgeordneten im Deutschen Bundestag. Der Architekt aus Forchheim kandidierte 2009 erstmalig auf der Landesliste der FDP im Wahlkreis Bamberg als Spitzenkandidat in Oberfranken und schaffte den Einzug ins höchste deutsche Parlament auf Anhieb.  Das Wahlergebnis der FDP in Bayern 2009:  14,7 Prozent der Zweitstimmen - ein Zuwachs von 5,2 Prozent gegenüber der Bundestagswahl 2005. An diesem Wahlergebnis hat Sebastian Körber, der seit 2009 Mitglied im Landesvorstand der FDP Bayern und Landesvorsitzender der bayerischen Jungen Liberalen war, einen wesentlichen Anteil.

Er überzeugte viele Bürger in seinem Wahlkreis Bamberg, zu dem auch sein Heimatlandkreis Forchheim gehört. Seine Ziele im Deutschen Bundestag formuliert er so: „In einer Demokratie kontrollieren die Bürger ihren Staat und nicht der Staat seine Bürger. Deshalb setze ich mich für eine Umkehr in der Innen- und Rechtspolitik, zum Beispiel für ein Ende der Vorratsdatenspeicherung und der Online-Durchsuchung ein.“

„Die freiheitlichen Grundrechte schützen“

Sebastian Körber machte 1999 am Ehrenbürg–Gymnasium Forchheim das Abitur. Schon als Schüler interessierte er sich für Politik und freiheitliche Grundrechte. „Ich erfuhr damals in der elften Klasse am Gymnasium, dass die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wegen der Entscheidung für den großen Lauschangriff zurückgetreten war. Damals fragte ich mich: Was ist das, der große Lauschangriff? Denn damit hatte ich mich zu dieser Zeit noch nicht befasst.

Als mit das klar wurde, begriff ich, dass mir meine individuellen Freiheitsrechte sehr wichtig sind und dass es gut ist, wenn ein Politiker diese freiheitlichen Grundrechte schützen will. Dass die Justizministerin so viel Courage hatte und so geradlinig dem eigenen Gewissen verpflichtet war und von einem so hohen Amt zurücktrat, dafür empfand ich schon damals viel Respekt.“

„Man muss aktiv handeln“

Sebastian Körber studierte an der Technischen Universität München Ingenieurwesen und schloss das Studium 2005 mit dem Diplom ab. Anschließend machte er sich als Architekt mit Schwerpunkt Sanierungsimmobilien, Denkmalschutz, Gutachten, Beratung selbstständig. Er sagt rückblickend: „Ich merkte bald, wie wichtig unternehmerische Freiheit ist, welche Verantwortung aber andererseits auch damit verbunden ist.“

In vielen Gesprächen mit Freunden und Kollegen aller politischen Richtungen, war dem jungen Architekten bald klar, dass man sich einbringen muss, wenn man was verändern will. „Ich sagte damals oft: Man darf nicht nur reden, man muss aktiv handeln. Deshalb wurde ich 2005 Mitglied bei den Jungen Liberalen und trat in die FDP ein.“

Zum FDP-Kreisvorsitzenden gewählt

Warum er dann aber Berufspolitiker wurde, obwohl er einen sehr anspruchsvollen Beruf hat, beantwortet der Forchheimer ohne Umschweife. „Architekt und Politiker bin ich aus Leidenschaft. Als Architekt muss man kreativ sein, sehr gut planen können und von seinen Ideen nicht nur überzeugt sein, sondern auch andere überzeugen können. Und man muss geradlinig seinen Entwurf verfolgen, weil sonst das Gebäude schief werden kann. Als Politiker braucht an genau diese Talente und Fähigkeiten auch.“

Zunächst arbeitete Sebastian Körber aber weiter als Architekt und wurde 2007 in die Bayerische Architektenkammer aufgenommen. „Ich wollte in meinem Beruf natürlich etwas erreichen, mich aber auch parteipolitisch engagieren. Deshalb kandierte ich im gleichen Jahr als Kreisvorsitzender der FDP in meiner Heimatstadt Forchheim und wurde auch gewählt“, erzählt Körber.

Wähler in Oberfranken mobilisiert

In dieser Parteifunktion wurde die FDP Oberfranken auf den engagierten jungen Architekten aufmerksam. Die Mitglieder wählten ihn bereits ein Jahr später zum stellvertretenden Bezirksvorsitzenden der FDP Oberfranken. „Es ging eigentlich alles sehr schnell, denn bereits 2009 wurde ich in den Landesvorstand der FDP in Bayern gewählt und wurde Landesvorsitzender der Jungen Liberalen in  Bayern“. 

Der 28 Jahre junge Architekt überzeugte in der FDP mit seinem Engagement in der Bau- und Verkehrspolitik. Er arbeitete im Landes- und im Bundesfachausschuss für Stadtentwicklung und Wohnungswesen mit und konnte dort als Architekt sein fundiertes Fachwissen einbringen.  Im Jahr 2008 kandidierte Sebastian Körber für den bayerischen Landtag und mobilisierte für Oberfranken sehr viele Wähler für die FDP.

Als Spitzenkandidat nominiert

2009 wurde ein Spitzenkandidat für den Bundestagswahl gesucht. Sebastian Körber wurde von führenden FDP-Mitgliedern angesprochen, ob er ich sich zutrauen würde, für den Bundestag zu kandidieren. Er sagte zu und setzte sich auf dem Bezirksparteitag seines FDP-Verbandes gegen einen Mitbewerber durch.

Er sagt: „Man ist absolut gut aufgestellt und für den Wahlkampf gerüstet, wenn man in einer solchen Bewerbungsrede die Mitglieder des eigenen Bezirksverbandes davon überzeugt,  dass man der richtige Kandidat ist, der die Wähler für liberale Politik begeistern kann.“

Wahlkampf via Twitter und Facebook

Sebastian Körber machte einen jungen Wahlkampf via Twitter und Facebook. „Ich wollte möglichst viele junge Wähler in der Region erreichen, die sich über die Kandidaten im Internet informieren wollten“, sagt der Abgeordnete und fügt an: „Ich war aber auch ganz klassisch in Fußgängerzonen und auf Wahlkampfveranstaltungen unterwegs, weil viele Wähler die Kandidaten persönlich erleben möchten. Außerde.“

Seine Strategie ging auf. Sebastian Körber holte im Wahlkreis Bamberg 13,7 Prozent der Zweitstimmen und schaffte den Einzug in den Bundestag über die Landesliste in Bayern. Er sagt: „Ich trete dafür ein, dass der  verantwortungslosen Verschuldung des Staates ein Ende gesetzt wird, dass Subventionen konsequent abgebaut werden und steuerliche Ausnahmetatbestände bald der Vergangenheit angehören.“

Baupolitischer Sprecher der Fraktion

Im Deutschen Bundestag ist Sebastian Körber ordentliches Mitglied im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, baupolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion sowie stellvertretendes Mitglied im Petitionsausschuss. 

Er ist außerdem im Verein Förderer junger Künstler Bayreuth e. V., gehört dem Förderverein zur Integration behinderter Kinder Forchheim und dem Verein der Freunde des Ehrenbürg-Gymnasiums Forchheim an und ist Mitglied in zahlreichen anderen Vereinen und Verbänden. (bsl)

Marginalspalte