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Deutscher Bundestag - Archiv

Artikel

Vom Donau-Ries nach Berlin: Ulrich Lange (CDU/CSU)

Ulrich Lange (CSU)

© DBT/Fischer

Ulrich Lange kandidierte im Jahr 2009 erstmals für das höchste deutsche Parlament. Der in Südtirol geborene Politiker gewann das Direktmandat im Wahlkreis Donau-Ries (Bayern) mit beeindruckenden 52,6 Prozent der Erst- und 48,9 der Zweitstimmen. Damit gelang es der CSU in ununterbrochener Folge, den Bundeswahlkreis Donau-Ries direkt zu gewinnen. Bevor Lange in den Bundestag gewählt wurde, sammelte er mehr als 18 Jahre Erfahrungen in der Kommunalpolitik.

Junge Union in Nördlingen gegründet

Anfang der neunziger Jahre war er Initiator der Neugründung der Jungen Union (JU) in seinem Heimatort Nördlingen. Zu diesem Zeitpunkt war der bodenständige Politiker erst 23 Jahre alt. „Es war eine spannende Zeit“, erinnert sich Lange.

„Der Kalte Krieg war Geschichte! Dass der Eiserne Vorhang einmal fallen würde, hätte ich mir als Student kaum vorstellen können. In dieser Zeit des Aufbruchs gründete ich mit einigen Freunden die Junge Union in Nördlingen. Ziel war, uns politisch zu Wort zu melden. Dass ich damit quasi den Grundstein für mein jetziges Bundestagsmandat legen würde, daran dachte ich damals natürlich nicht.“

„Ich wollte den Einstieg in die Politik wagen“

Nach dem Abitur am Theodor-Heuss-Gymnasium in Nördlingen absolvierte Ulrich Lange seinen Grundwehrdienst in Dillingen an der Donau. „Während meiner Zeit bei der Bundeswehr war immer noch von den Ost- und Westmächten die Rede. Nach meinem Wehrdienst ist über Nacht die Mauer gefallen. Ein Ereignis, das mir damals fast etwas unwirklich erschien“, erzählt Ulrich Lange.

Im Wendejahr 1989 begann er an der Universität Regensburg ein Jurastudium. Schon während seiner Studentenzeit wurde er in seinem Heimatort angesprochen, ob er sich nicht politisch engagieren wolle. Er sagt: „Meine Eltern engagierten sich zwar immer ehrenamtlich in Vereinen, aber politisch war niemand aktiv. Politik fand ich sehr spannend und wollte den Einstieg wagen.“

„Hochpolitische Zeit des Umbruchs“

Ulrich Lange suchte nach Mitstreitern für sein Vorhaben und fand acht Freunde aus seiner Zeit am Gymnasium und aus der kirchlichen Jugendarbeit, die sich ebenfalls für Politik interessierten und die er für die CSU begeisterte. „Wir gründeten die Junge Union Nördlingen, weil es eine hochpolitische Zeit des Umbruchs in unserem Land war und weil wir uns kommunalpolitisch einbringen wollten.“

Ulrich Lange übernahm direkt Verantwortung und war für sieben Jahre Vorsitzender der JU-Nördlingen. In dieser Zeit wuchs die Gruppe stetig. „Wir kümmerten uns um regionale Probleme und suchten nach Lösungen. Das gelang uns immer besser, weil es einen sehr guten Zusammenhalt innerhalb der Gruppe gab“, sagt der Abgeordnete und fügt an: „Mein Motto ist: Audiatur et altera pars – Auch die andere Seite muss gehört werden. Jedes Problem hat zwei Seiten. Wenn man beide beleuchtet, wird es leichter, einen für beide Seiten zu akzeptierenden Kompromiss zu finden. In der Politik ist es enorm wichtig, dass man mit allen ins Gespräch kommt, um eine praktikable, für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden.“

Wahl in den Stadtrat

Nach dem zweiten Staatsexamen wurde Ulrich Lange 1999 Ortsvorsitzender der CSU in Nördlingen. Neben der Politik hat Lange aber seinen Anwaltsberuf nicht vernachlässigt. Seit 2000 ist er Fachanwalt für Arbeitsrecht und Familienrecht und praktizierte in Nördlingen sehr erfolgreich.

Bei den Kommunalwahlen 2002 wurde er sowohl in den Nördlinger Stadtrat als auch den Kreistag Donau-Ries gewählt. „Ich hatte inzwischen zehn Jahre politische Erfahrungen gesammelt. Politik machte mir sehr viel Spaß. Ich stellte auch fest, dass es immer öfter gelang, das eine oder andere Projekt zu bewegen“, erinnert sich Lange. „Für mich war es immer wichtig, die eigene Stadt und den Landkreis nach vorn zu bringen. Dies kann aber nur dann gelingen, wenn man auch Unterstützung findet. Gemeinsam ist es uns gelungen, das eine und das andere Projekt umzusetzen. Erfolgserlebnisse wirken sehr motivierend.“

Geschickter Verhandler und Problemlöser

Sowohl im Nördlinger Stadtrat als auch im Donau-Rieser Kreistag wurde von Ulrich Lange immer mehr Einsatz gefordert. Weil Lange in dem Ruf stand, durch geschickte Verhandlungen auch komplexere Probleme lösen zu können, wählte ihn die CSU Nördlingen im Oktober 2007 zum Fraktionsvorsitzenden. Im Mai 2008 übernahm er auch im Kreistag Donau-Ries den Fraktionsvorsitz.

„Mir lag die klassische kommunale Basisarbeit immer sehr am Herzen. Da geht es um die Sicherung unserer Krankenhäuser und um den Ausbau der Schulen. Aber auch der direkte Kontakt mit dem Bürger ist sehr gut, weil man mitbekommt, wo der Schuh wirklich drückt. Manche Probleme lassen sich schnell lösen, andere gar nicht, und bei einigen muss man viel Energie und Zeit mitbringen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man etwas bewegen kann“, betont Lange.Wahl zum Bundestagskandidaten auf der Bundesdelegiertenkonferenz

Kräftezehrender Wahlkampf

Anfang 2009 betrat Ulrich Lange die bundespolitische Bühne. Bei der Bundesdelegiertenkonferenz stellte er sich als CSU-Bundestagsdirektkandidat zur Wahl. In seiner Rede konnte er die Mehrheit der Delegierten überzeugen und setzte sich gegen fünf Gegenkandidaten durch.

Nach der Wahl zum CSU-Direktkandidaten folgte ein kräftezehrender Wahlkampf. Der Bundeswahlkreis Donau-Ries umfasst die Landkreise Donau-Ries, Dillingen und Teile von Aichach-Friedberg. Als Vorsitzender der Fraktion CSU/Junge Bürger im Kreistag war er im Landkreis Donau-Ries bekannt. Dies war jedoch in den anderen Regionen anders. Zwischen den einzelnen Ortschaften liegen enorme Entfernungen. Zwischen Nördlingen, dem Wohnort des Abgeordneten, und Schiltberg liegen etwa 100 Kilometer, zwischen Gundelfingen und Oettingen sind es 60 Kilometer.

„Die Meinung der Bürgerinnen und Bürger einholen“

„Die Fahrten von einer Veranstaltung zur nächsten waren sehr zeitintensiv. Dennoch bin ich in so viele Gemeinden unseres ländlich strukturierten Bundeswahlkreises wie möglich gefahren. Ich fand es sehr wichtig, mich bei den Gemeinden vorzustellen und mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen, um deren Meinung einzuholen, aber auch um für die CSU und deren Werte zu werben“, so Ulrich Lange weiter.

Am Ende wurde die Anstrengung belohnt, denn Ulrich Lange konnte bei seiner ersten Direktkandidatur ein Erststimmenergebnis von 52,6 Prozent für sich verbuchen. „Als ich am 27. September 2009 im Landratsamt mein Ergebnis erfuhr und gleich nach der ersten Hochrechnung feststand, dass eine fünf vor dem Komma steht, wurde ich langsam etwas ruhiger - denn die Anspannung war erheblich, bis ich Gewissheit hatte. Die Freude über mein Wahlergebnis war natürlich riesengroß“, erinnert sich Ulrich Lange.

Lob für die Landesgruppe

Als Bundestagabgeordneter sieht sich der CSU-Politiker als Anwalt der Menschen der Landkreise Donau-Ries, Dillingen und Aichach-Friedberg. Ulrich Lange setzt sich für Petitionen der heimischen Bürgerinnen und Bürger sowie für eine leistungsfähige Landwirtschaft und für die Stärkung des Industriestandorts Deutschland ein. Er will dazu beitragen, dass die Bürger dem Banken- und  Finanzsystem wieder vertrauen und dass der Euro eine stabile Währung bleibt. Ulrich Lange lobt die Zusammenarbeit in der von Gerda Hasselfeldt geführten CSU-Landesgruppe. „Gemeinsam gelingt es uns, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger aus unseren Regionen gut zu vertreten“, erklärt Lange.

Ulrich Lange ist im Bundestag ordentliches Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie. Zudem ist er stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie im Petitionsausschuss, Mitglied in der CDU/CSU-Arbeitsgruppe Kommunalpolitik sowie im Parlamentskreis Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und stellvertretender Vorsitzender der Parlamentsgruppe Schienenverkehr im Deutschen Bundestag. (bsl)

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