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Deutscher Bundestag - Archiv

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Tourismusausschuss trifft auf Branche im Aufwind

Klaus Brähmig (links), Vorsitzender des Tourismusausschusses am Stand Brasiliens auf der ITB 2013.

Klaus Brähmig (links), Vorsitzender des Tourismusausschusses am Stand Brasiliens auf der ITB 2013.

© DBT/Melde

Nur gute Zahlen zu feiern gab es am Donnerstag, 7. März 2013, für den Tourismusausschuss des Bundestages beim Parlamentarischen Frühstück, zu dem die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) während der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin eingeladen hatte. Im letzten Jahr waren in Deutschland zum ersten Mal 70 Millionen ausländische Gäste gezählt worden, die Tourismusbranche verzeichnete ein Wachstum von acht Prozent. Insgesamt gab es über 400 Millionen Übernachtungen. Die Parlamentarier beglückwünschten dann auch die Arbeit der DZT und kündigten eine weitere enge Kooperation an.

„Gastfreundliches und weltoffenes Land“

Die Lage des Tourismus „ist gut“, sagte dann auch Ernst Burgbacher (FDP), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, zur Eröffnung. Daran habe auch die DZT ihren Anteil. Gemeinsam müsse man weiterhin daran arbeiten, das Urlaubsland Deutschland weiterzubringen.

Klaus Brähmig (CDU/CSU), Vorsitzender des Tourismusausschusses, bezeichnete den ITB-Besuch und das Frühstück als „Höhepunkt des Jahres“ für den Ausschuss. Er bekräftigte die wichtige Rolle der DZT für den deutschen Tourismus und versicherte, die DZT werde auch im nächsten Jahr wieder „ganz oben auf der Agenda der Ausschusses stehen“. Gleichzeitig betonte er, dass die Entwicklung des Tourismus in Deutschland „ gemeinschaftlich, über alle Fraktionen hinweg“ Ziel und Motivation der Mitglieder des Ausschusses sei und bleibe. Gemeinsam müsse daran gearbeitet werden, dass „Deutschland ein so gastfreundliches und weltoffenes Land bleibt und wir dies auch kommunizieren“.

Neues Regionalbüro für Südosteuropa

Klaus Laepple, Vorsitzender des Verwaltungsrats der DZT, bestätigte die gute Situation der Tourismuswirtschaft in Deutschland. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation in Europa sei im vergangenen Jahr wieder eine Wachstumsrate von acht Prozent erzielt worden, ein „außerordentliches“ Ergebnis. Laepple dankte für die ganzjährige Unterstützung des Ausschusses für Tourismus. Trotz aller Sparanstrengungen habe die DZT im letzten Jahr sogar eine kleine Erhöhung ihrer Bezüge erhalten, eine Investition, die sich gelohnt habe.

Petra Hedorfer, Vorstandsvorsitzende der DZT, nannte die positiven Zahlen eine „Aufforderung, weiterzumachen“. Um für zwei wichtige Themenfelder der Zukunft gerüstet zu sein, habe die DZT eine zusätzliche Stabsstelle „Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit“ geschaffen und werde demnächst einen Nachhaltigkeitskodex ratifizieren. Zudem sei ein neues Regionalbüro „Südost-Europa“ in Serbien eröffnet worden, um die Destination Deutschland in dieser Region, „entlang der Donau“, stärker zu bewerben.

„Beeindruckende Zahlen“

Der Obmann der SPD-Fraktion im Tourismusausschuss, Hans-Joachim Hacker, sagte, die DZT sei ein „sehr guter Botschafter Deutschlands in der Welt“. Was den Tourismus in Deutschland angeht, sei es richtig, auf qualitativen Tourismus zu setzen anstatt auf Massentourismus. Um ihre Aufgabe zu erfüllen, brauche die DZT Kontinuität, so Hacker, weshalb sie sich der Unterstützung des Ausschusses auch in der nächsten Legislaturperiode sicher sein könne.

Horst Meierhofer (FDP) nannte die Zahlen „höchst beeindruckend“. Es sei toll, das Deutschland ein so positives Bild in der Welt habe. Dr. Ilja Seifert (Die Linke) begrüßte die Schaffung der Stabsstelle für Barrierefreiheit. Der Obmann von Bündnis 90/Die Grünen, Markus Tressel, sagte, es sei richtig, die guten Zahlen des vergangenen Jahres zu feiern. Der qualitative Ansatz des Tourismus in Deutschland sei der richtige Weg. Zugleich mahnte er an, eine grenzüberschreitende gesamteuropäische Vermarktung der Destination Europa stärker ins Auge zu fassen.

Jordanien, Ägypten, Brasilien

Im Anschluss an das Frühstück unternahmen die Abgeordneten einen Rundgang durch die ITB und besuchten dabei unter anderem die Stände von Jordanien und Ägypten. Im Gespräch mit dem ägyptischen Tourismusminister Hisham Zaazou und Ramzy Ezzeldin Ramzy, dem ägyptischen Botschafter in Deutschland, erkundigten sie sich nach der Sicherheitssituation in dem Land.Der Tourismus im gesamten Mittelmeerraum sei aufgrund der politischen Instabilität zurückgegangen, sagte Klaus Brähmig. Während einer Delegationsreise Ende März werde sich der Ausschuss ein eigenes Bild von der Situation vor Ort machen. Gleiches gelte für Jordanien, das man im Zuge der Delegationsreise ebenfalls besuchen werde, sagte Brähmig im Gespräch mit dem jordanischen Tourismusminister Nayef Hmeidi al Fayez.

Am Stand von Brasilien erkundigten sich die Abgeordneten nach den Vorbereitungen für die Fußballweltmeisterschaft 2014 und für die Olympische Spiele, die 2016 in Brasilien ausgetragen werden. Sie zeigten überzeugt, dass die Investitionen in die dortige Infrastruktur sich langfristig lohnen würden, ähnlich wie es 2006 bei der Fußball-WM in Deutschland der Fall gewesen sei, so die Abgeordneten. Zum Abschluss besuchten die Abgeordneten den Stand Griechenlands und unterhielten sich mit der griechischen Tourismusministerin Olga Kefalogianni.

Ausschuss ehrt Ute Mushardt

Am Abend ehrte der Tourismusausschuss Ute Mushardt mit der Kristallkugel des Tourismusausschusses. Mit diesem Titel zeichnet der Ausschuss jedes Jahr eine Persönlichkeit aus der Tourismusbranche für ihre besonderen Leistungen im Deutschlandtourismus aus.

Mushardt, Bundesvorsitzende für Landtourismus und Urlaub auf dem Bauernhof, betreibt zwei Ferienbauernhöfe in Niedersachsen. Sie habe sich mit ihrem „respektvollem Umgang mit Natur und Tier“ für die Auszeichnung qualifiziert, so Klaus Brähmig. Ihre zwei Ferienbauernhöfe würden deshalb auch „Büllerbü des Nordens“ genannt. (jbb/07.03.2013)

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