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Jugend

Abgeordnete schlüpfen in die Kinderrolle

Die Kiko feiert mit Kindern.
Wolfgang Thierse (rechts) kletterte gemeinsam mit Abgeordneten auf die überdimensionalen Möbel
Kinder-Reporter von Radijojo interviewen Sibylle Laurischk.
Eckhard Pols (CDU/CSU) sucht das Gespräch mit den Kindern.
Geburtstagswünsche an die Kiko.
Diana Golze (die Linke) hält eine riesige Pfanne mit Spiegelei mit beiden Händen fest.

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Die Kiko feiert mit Kindern. (© DBT/Melde)

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Wolfgang Thierse (rechts) kletterte gemeinsam mit Abgeordneten auf die überdimensionalen Möbel (© DBT/Neumann)

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Kinder-Reporter von Radijojo interviewen Sibylle Laurischk. (© DBT/Neumann)

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Eckhard Pols (CDU/CSU) sucht das Gespräch mit den Kindern. (© DBT/Neumann)

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Geburtstagswünsche an die Kiko. (© DBT/Neumann)

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Diana Golze (die Linke) hält eine riesige Pfanne mit Spiegelei mit beiden Händen fest. (© DBT/Neumann)

Happy Birthday Kiko: Die Kinderkommission (Kiko) des Deutschen Bundestages hat zum Auftakt der Feierlichkeiten zum 25. Jubiläum am Mittwoch, 24. April 2013, die Abgeordneten auf eine ganz besondere Erfahrungsreise geschickt. Denn die Erwachsenen sollten bei der Ausstellungseröffnung „Wie Kinder die Welt sehen“ die Perspektive der Kleinen einnehmen. Auf überdimensionalen Möbeln erlebten sie die Welt mit Kinderaugen.

„Die Sicht der Kinder ins Parlament bringen“

Maurice turnt in der Küche herum – wie so oft. Klettern ist seine Leidenschaft. Seinem Freund Danny fliegt plötzlich die Pfanne auf den Boden. Doch zum Glück ist nichts passiert, denn der Herd war aus, das Spiegelei darin nur aus Plaste. Doch das Experiment mit den riesengroßen Möbeln verändert den Blickwinkel, es offenbart auch den Erwachsenen die vielen Gefahren, denen Kindern täglich ausgesetzt sind.

 „Wenn man die Interessen der Kinder vertreten will, muss man ungewohnte Wege gehen und die Perspektive der Kinder einnehmen“, sagte Diana Golze (Die Linke), frühere Vorsitzende der Kiko, die die Ausstellung eröffnete. Bundestagsvizepräsident Dr. Wolfgang Thierse (SPD) ergänzte: „Der Bundestag besteht nur aus Erwachsenen, da ist es wichtig, dass es Abgeordnete gibt, die besonders bemüht Kindern zuhören und die Sicht der Kinder ins Parlament bringen“, sagte Thierse angesichts des Jubiläums der Kinderkommission.

Überdimensionale Möbel

Die Kiko wurde vor 25 Jahren als Unterausschuss des Familienausschusses gegründet und behandelt verschiedene Themen aus dem Alltag von Kindern. Die Ausstellung, die noch bis zum 14. Mai in der Paul-Löbe-Halle des Bundestages in Berlin zu sehen ist, bringt ein Stück Kindheit in das Parlamentsviertel.

Dafür sorgen am Eröffnungstag auch die Knirpse des Vereins der Arche und die Radioreporter von Radijojo, die den Abgeordneten das Mikro unter die Nase hielten und frech drauf los fragten. „Ich finde es gut, dass die großen Leute nun auch mal wissen, wie wir uns fühlen – nämlich manchmal ganz schön eingeengt“, sagte die elfjährige Angie, während sie ganz oben auf dem riesigen Stuhl saß.

Wünsche an die Kiko

Später schrieb sie wie auch die anderen Kinder und Abgeordneten ihren Geburtstagswunsch an die Kiko auf und heftete ihn an die Litfaßsäule. Bundestagsvizepräsident Thierse wünschte sich eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Denn noch immer sei unsere Wirtschaftswelt eine kinderunfreundliche.

Maurice wünscht sich Strom für alle von der Kanzlerin.  „Angela Merkel verschenkt den nämlich. Warum kann Sie den da nicht auch mal anderen abgeben?“ Freund Danny ergänzt: „Und ich wünsche mir, dass niemand mehr Amok läuft.“

Die Gefahren im Blick

Bedrückende Worte, die nicht nur den Abgeordneten zeigen, was Kinder bewegt. Doch auch die Ausstellung sensibilisiert die Großen auf die Welt der Kleinen mit besonderer Sichtweise zu blicken. Schließlich zeigt die nachgebaute Küche Dutzende Gefahrenquellen. Neugierig entdecken die Kinder die Welt und stolpern dabei über viele Gefahren. „Ich wollte als erstes den Ofen aufmachen“, meinte auch Sibylle Laurischk, Vorsitzende des Familienausschusses. Der Kuchen darin sei einfach zu verlockend gewesen. Doch in der nachgebauten Ausstellungsküche war der Ofen glücklicherweise verschlossen. Das ist der Unterschied zum wahren Leben.

Die Ausstellung kann nach voriger Anmeldung bis einschließlich Dienstag 14. Mai 2013, besichtigt werden (Anmeldungen unter Telefon: 030/227-38883, E-Mail: info-ausstellungen-plh@bundestag.de), und zwar montags zwischen 9 und 15 Uhr, dienstags bis donnerstags zwischen 9 und 16 Uhr und freitags zwischen 9 und 13 Uhr. (ldi/24.04.2013)

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