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Deutscher Bundestag - Archiv

Artikel

„Alle Jahre wieder“ ist eines der bekannteste Weihnachtslieder im deutschsprachigen Raum. Den Text  verfasste vor 1837 der Dichter Wilhelm Hey, die Melodie stammt aus dem Liederzyklus  „Zwölf Kinderlein“ , der 1842 von Friedrich Silcher komponiert wurde. Alle Jahre wieder erklingt diese alte Melodie auch im Deutschen Bundestag, wenn die  Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. traditionell eine Weihnachtstanne mit Baumschmuck an den Bundestagspräsidenten übergibt.

Baumschmuck in Behindertenwerkstätten hergestellt

In diesem Jahr wurde der Schmuck in den Behindertenwerkstätten der Region Stendal (Sachsen-Anhalt) hergestellt und am Freitag, 29. November 2013, an Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert persönlich übergeben.

Die prächtige Tanne war geschmückt mit kunstvollen Sternen aus Papier, kleinen Holzschlitten mit einem roten Filzsack sowie Baumstammscheiben, aus denen Weihnachtsfiguren ausgeschnitten waren. Mit der Übergabe des Baumes wird im  Deutschen Bundestag die Weihnachtszeit eingeläutet. 

Mittelalterliche Musik der Gruppe Saitensprung

Zum Auftakt der feierlichen Baumübergabe spielte die Gruppe Saitensprung der Lebenshilfe aus Miltenberg am Main mittelalterliche Lieder auf alten Instrumenten – einem  Hackbrett und drei sogenannten Psalter, dem Vorgänger der Zitter. 

Die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Ulla Schmidt begrüßte im Ostfoyer neben Lammert Abgeordnete aller Fraktionen, darunter Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke), Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CDU/CSU), den Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Hubert Hüppe (CDU), und den Patientenbeauftragten Wolfgang Zöller (CSU), aus dessen Wahlkreis die Musikanten der Gruppe Saitensprung angereist waren. 

Außerdem nahmen die Fraktionsvorsitzenden Dr. Gregor Gysi (Die Linke) und Dr. Frank-Walter Steinmeier (SPD) an der feierlichen Baumübergabe teil.

Dank für den Respekt gegenüber Menschen mit Behinderung

Ulla Schmidt bedankte sich bei allen Mitgliedern des Bundestages, dass sie an einem sitzungsfreien Tag so zahlreich erschienen sind. Dies zeuge von einem großen Respekt und Interesse gegenüber Menschen mit einer Behinderung.

Sie wünschte sich für die neue Legislatur, dass der Bundestag in den nächsten vier Jahren darüber entscheiden möge, Menschen mit Behinderung nicht mehr vom Wahlrecht auszuschließen. Sie seien politisch sehr interessiert und eine Bereicherung für die Gesellschaft.

Baumscheibenschmuck für  Norbert Lammert

Michael Dietz, der in einer Behindertenwerkstatt in Tangerhütte (Sachsen-Anhalt) arbeitet, dankte den Abgeordneten im Namen aller Mitglieder der Lebenshilfe. Es sei eine große Freude, dass sie die Gelegenheit hätten, in diesem Jahr den Baumschmuck für die Tanne im Bundestag zu fertigen.

Er übergab dem Bundestagspräsidenten zur Erinnerung eine Baumstammscheibe für seinen Weihnachtsbaum zu Hause. 

Alle Jahre wieder 

Lammert bedankte sich im Namen aller Abgeordneten für den prachtvoll geschmückten Weihnachtsbaum, mit dem auch in diesem Jahr die Adventszeit im Bundestag eingeläutet wird. Eine Tradition, die in den nächsten Jahren fortgesetzt werden wird. 

Zum Ausklang spielte die Gruppe Saitensprung das Lied „Alle Jahre wieder“, und wie in den vergangenen Jahren stimmten die Gäste in den Gesang mit ein.

Weihnachtsbaum aus der Dübener Heide

Im Anschluss nahm Lammert im Westfoyer des Reichstagsgebäudes einen mit Sternen geschmückten Weihnachtsbaum aus dem Naturpark Dübener Heide entgegen. Der Naturpark erstreckt sich von Sachsen-Anhalt bis nach Sachsen und umfasst eine Fläche von rund 770 Quadratkilometern.

Musikalisch umrahmt wurde die feierliche Übergabe von jungen Flötenspielern und dem Chor der Evangelischen Grundschule Bad Düben. „Das war ein wundervoller Auftakt“, sagte Lammert und bedankte sich bei den „hochbegabten Flötisten“.

Präsident erinnert an Hochwasserkatastrophe

Der Bundestagspräsident erinnerte an das Hochwasser in Sachsen und Sachsen-Anhalt im Juni dieses Jahres: „Es war kein einfaches Jahr.“ Man hätte nach der Hochwasserkatastrophe mehr als Verständnis dafür gehabt, wenn alle Beteiligten gesagt hätten, dass sie zu Hause immer noch genug zu tun haben, statt einen Baum nach Berlin zu schicken.

Umso höher bewertete er deshalb das Geschenk des Baumes an den Bundestag. „Mir ist das bewusst, und ich möchte mich besonders herzlich dafür bedanken.“ Lammert wünschte allen von den Folgen des Hochwassers betroffenen Familien eine ruhige besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute für das nächste Jahr.

Kerzenschein und Chorgesang im Bundestag

Einen besonders großen Adventskranz für das Parlament überreichte das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland am Donnerstag, 28. November, an Bundestagsvizepräsident Peter Hintze (CDU/CSU).

Als pünktlich um 10 Uhr die Abgeordneten die dritte Sitzung des Bundestages in der neuen Wahlperiode eröffneten, schallte das Lied „Macht hoch die Tür“ durch die Plenarsaalebene des Reichstagsgebäudes, gesungen vom Kinderchor der Stiftskantorei des Evangelischen Johannesstiftes Berlin.

„Fast schon eine gute Tradition“

Kurzentschlossen gönnten sich einige Parlamentarier einen Moment der Ruhe, Interviews wurden unterbrochen und Journalisten wie Kameramänner widmeten sich dem 20-köpfigen Chor. „Wir freuen uns, die Adventszeit gemeinsam mit euch zu starten“, dankte Peter Hintze den jungen Sängerinnen und Sängern.

Zum sechsten Mal überreichte die Diakonie den Adventskranz vor der Abgeordnetenlobby im Reichstagsgebäude. „Es ist fast schon eine gute Tradition“, sagte Maria Loheide, Sozialpolitischer Vorstand der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Als Lobbyismus im besten Sinne wollte sie auch die politische Arbeit der EKD verstanden wissen.

„An die Menschen erinnern, denen es nicht so gut geht“

„Als Anwalt der Interessen sozial Schwacher sucht die Diakonie das politische Gespräch und den Gedankenaustausch mit den Mitgliedern des Bundestages“, sagte Loheide. Die Diakonie biete fundiertes Fachwissen und freue sich über die Wertschätzung, die ihr als Gesprächspartner und ihren Argumenten immer wieder entgegengebracht werde. Der Adventskranz sei deshalb ein Dank für die Arbeit der Parlamentarier.

Hintze betonte, der Adventskranz solle alle darauf aufmerksam machen, dass in der Welt neben das Licht auch Schatten falle: „Dass es Menschen gibt, denen es nicht so gut geht.“ Daran solle der Adventskranz die Abgeordnete erinneren, wenn sie an ihm vorbei in den Plenarsaal gehen. (bsl/eis/29.11.2013)

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