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Deutscher Bundestag - Archiv

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Eine Gießkanne für den Landwirtschaftsausschuss

Gitta Connemann (links) erhält von Matthias Daun (rechts) im Beisein der Obleute und der Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium sowie Vertretern der Landjugend eine Gießkanne.

Gitta Connemann (links) erhält von Matthias Daun (rechts) im Beisein der Obleute und der Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium sowie Vertretern der Landjugend eine Gießkanne.

© DBT/Melde

Breitbandausbau, Mobilität und ein guter Ruf sind entscheidende Kriterien für junge Menschen, um den ländlichen Regionen nicht den Rücken zu kehren. „Das sind Kernthemen, die auch die Landwirtschaft als Ganzes betreffen“, sagte Agrarausschussvorsitzende Gitta Connemann (CDU/CSU) am Mittwoch, 19. Februar 2014, bei der Begrüßung von Vertretern des Bundes der Deutschen Landjugend im Landwirtschaftsausschuss. „Sie sind die Zukunft der ländlichen Regionen“, stellte Connemann fest.

„Strukturwandel  gestalten“

Und Matthias Daun, Vorsitzender „des größten Jugendverbandes auf dem Land“, sprach an, dass der Strukturwandel auf dem Lande nicht aufgehalten, aber gestaltet werden müsse. So forderte er, dass den landwirtschaftlichen Betrieben genügend Spielraum gelassen werden müsse, um sich frei entwickeln zu können. Kritisch merkte er an, dass die Versorgung des Landes mit Breitbandanschlüssen sowohl wirtschaftlich als auch für die Daseinsvorsorge von hoher Bedeutung sei.

Besorgt zeigte er sich über den Ruf, den die Landwirtschaft in der Öffentlichkeit genieße. Große Betriebe würden als Massentierhalter abgestempelt. Immer höhere Qualität werde eingefordert, doch würden nur die wenigsten höhere Preise für Lebensmittel zahlen wollen. Auch kritisierte der Verband, dass Landwirten nicht selten das Fachwissen abgesprochen werde, wenn diese nicht die Meinung ihrer Kritiker teilen würden.

Ausschuss: Chancen ergreifen

Die Kritik teilten die Abgeordneten zum Teil, aber sie widersprachen auch. So würden sich die Mitglieder dafür einsetzen wollen, dass die öffentlichen Debatten mit weniger Emotionen, aber dafür mit mehr Fakten geführt werden. Auch dürfe der Strukturwandel in der Landwirtschaft nicht von Kapitalspekulationen in landwirtschaftliche Flächen bestimmt werden. Dafür solle der regionalen Wertschöpfung mehr Bedeutung beigemessen werden.

Der Frage, ob Wettbewerb in der Lebensmittelbranche auf Basis des Preises oder der Qualität erfolgen soll, steht nach Ansicht einiger Abgeordneter für die Zukunft im Raum. Die Einschätzung, dass der Ruf der Landwirte in Deutschland ein schlechter sei, wollten die Ausschussmitglieder nicht teilen. Das Thema Landwirtschaft sei selten zuvor von so breitem Interesse in der Bevölkerung gewesen wie heute, das Bild von den Landwirten in der Gesellschaft wäre gut. Dies müsse als Chance ergriffen werden, den Dialog zu suchen.

Ein Glas Sämereien und eine Gießkanne

Aus Anlass des Starts der Arbeit des Agrarausschusses überreichte die Landjugend ein Glas Sämereien für die Abgeordneten und eine Gießkanne für die Ausschussvorsitzende als symbolisches. „Und im Herbst wollen wir sehen, ob die Saat aufgegangen ist“, dankte Ausschussvorsitzende Gitta Connemann mit Blick auf die traditionelle Übergabe der Erntekrone durch die Landjugend an den Agrarausschuss. Dann sei Zeit für eine erste Bilanz.

Der Bund der Deutschen Landjugend ist die Jugendorganisation des Deutschen Bauernverbandes, des Deutschen Weinbauernverbandes und des Deutschen Landfrauenverbandes. (eis/19.02.2014)

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