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Deutscher Bundestag - Archiv

Artikel

Oberpfälzer Mittelständlerin: Barbara Lanzinger

Barbara Lanzinger, CDU/CSU

Barbara Lanzinger (CDU/CSU)

© DBT/Schüring

„Ich will's einfach noch mal wissen, will mich einbringen, will mitgestalten!“, antwortet Barbara Lanzinger auf die Frage nach ihrem erneuten Einzug in den Deutschen Bundestag. Die Sozialpädagogin und Mittelständlerin aus dem oberpfälzischen Amberg ist seit fast 35 Jahren CSU–Mitglied: „Ich war schon immer angetan von dem bewusst christlichen Gedanken und der sozialen Komponente in der CSU, die in meinem Leben eine große Rolle spielen und die mich tragen.“

Von 2002 bis 2005 war sie schon einmal Abgeordnete der CSU-Landesgruppe im Bundestag, damals als stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und soziale Sicherung. Sie sagt von sich: „Ich bin Politikerin aus vollem Herzen. Ich begeistere gerne andere Menschen für Ideen, die unser Leben bereichern und ich engagiere mich leidenschaftlich für das Allgemeinwohl. Meine Prämisse ist: Denken, Reden und Handeln müssen übereinstimmen.“

Engagement für die Belange von Frauen

Nach dem Studium der Sozialpädagogik und Psychologie arbeitete Barbara Lanzinger zunächst als Sozialpädagogin beim Sozialdienst katholischer Frauen in Amberg. Sie erinnert sich: „Als Sozialarbeiterin erfuhr ich, dass sich viele Frauen in Notsituationen an den Sozialdienst wandten, weil sie mit häuslicher Gewalt konfrontiert waren. Für mich als junge Frau war es erschreckend, wie viele Frauen Hilfe brauchten. Deshalb gründete ich den ,Notruf für Frauen' und fand Familien, die bereit waren, diese Frauen bei sich aufzunehmen und ihnen Schutz zu bieten. Wir organisierten beim Sozialdienst außerdem regelmäßig Kleiderbasare, um mit Kleiderspenden Geld für Frauen zu sammeln – und das funktioniert bis heute großartig.“

Aus dieser Tätigkeit entstand auch ihr Engagement in der Frauenpolitik: Als langjährige stellvertretende Vorsitzende der Frauen-Union Bayern setzte und setzt sie sich für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen auf politischer Ebene ein. Aktuelles Beispiel ist die Reform der Prostitutionsregulierung: „Frauen in der Prostitution werden in Deutschland wie Frischfleisch behandelt. Das ist ein unerträglicher Zustand. Ich setze mich mit Nachdruck dafür ein, dass hier gesetzliche Verbesserungen geschaffen werden, um diese Frauen vor Ausbeutung zu schützen.“ Seit dieser Legislaturperiode ist Barbara Lanzinger außerdem stellvertretende Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Stadträtin und Bürgermeisterin von Amberg

Als Barbara Lanzinger in den achtziger Jahren eine Familie gründete, musste die Parteiarbeit aber zunächst etwas in den Hintergrund treten, denn höchste Priorität hatten ihre drei Mädels. Das bedeutete allerdings nicht, dass sie sich in dieser Zeit überhaupt nicht politisch engagierte. Barbara Lanzinger ist eine bodenständige und in der Oberpfalz verwurzelte Politikerin, deren Herz für die Kommunalpolitik schlägt.

Deshalb trat sie neben ihrem starken Engagement in der Frauen-Union 1996 zur Wahl als ehrenamtliche Stadträtin und Bürgermeisterin in Amberg an und wurde gewählt. „Besonders am Herzen lag mir dabei immer die Infrastruktur unserer Stadt – mit all ihren weichen Faktoren wie Sozialdiensten, Einrichtungen für Familien mit Kindern und der Unterstützung für Frauen“, erklärt die Abgeordnete.

„Politik darf nicht an den Menschen vorbeigehen“

Die Arbeit als Bundestagsabgeordnete sieht Barbara Lanzinger als Chance, sich für die Verbesserung von Rahmenbedingungen für die Menschen einzusetzen und an Gesetzgebungsverfahren mitzuwirken. Diesen Prozess fand sie von Anfang an spannend.

Sie sagt: „Ich machte auch die Erfahrung, dass Sachverhalte, die Menschen vor Ort diskutieren, in der Bundespolitik manchmal völlig anders gesehen werden. Diese Schere geht auf, wenn es Kommunikationsdefizite gibt. Es gilt sie zu schließen, sonst besteht die Gefahr, dass Politik an den Menschen vorbeigeht“.

„Mittelstand stärken heißt Lebensstandard sichern“

Barbara Lanzinger wurde von der CSU-Landesgruppe im Bundestag in den Ausschuss für Wirtschaft und Energie sowie in den Tourismusausschuss berufen. Neben all ihrem sozialen Engagement liegt ihr nämlich besonders der Mittelstand am Herzen.

Als Mittelständlerin – ihr Mann hat ein Architekturbüro – kennt sie die Herausforderungen, denen der Mittelstand gegenübersteht, und möchte diese in ihrer Arbeit im Bundestag verbessern. Sie sagt: „Der Mittelstand ist Rückgrat und Motor unserer Wirtschaft. Deshalb müssen wir die mittelständischen Unternehmen stärken. Sie sichern Arbeitsplätze und einen guten Lebensstandard.“

Ein wesentliches Thema der aktuellen Legislaturperiode, das auch Auswirkungen auf den Mittelstand hat, ist die Energiewende. Barbara Lanzinger setzt sich in diesem Bereich besonders stark für das Thema „Energiespeicher“ ein und sagt: „Wir müssen das eine tun und das andere nicht lassen. Die Energiewende bedeutet die Umstellung unseres Energiesystems. Und hierbei müssen wir auf einen ausgewogenen Mix aus klimafreundlichen, bezahlbaren und versorgungssicheren Technologien setzen. Daher war es nicht richtig, nur den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben. Diese klimafreundlichen, volatilen Energieträger helfen uns nur, wenn wir sie auch je nach Bedarf nutzen können. Hierzu benötigen wir dringend Energiespeicher!“

Tourismus – ein vitaler Wirtschaftszweig

Als begeisterte Oberpfälzerin liegt ihr auch der Tourismus am Herzen. „Tourismus gehört mit 4,4 Prozent an der Bruttowertschöpfung zu den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen Deutschlands. Tourismus ist aber mehr: Tourismus ist eine wichtige Säule für das Image eines Landes – Tourismus ist eine Botschaft “, erklärt die Abgeordnete.

Besonders deutlich wird dies am Beispiel des Kulturtourismus. Barbara Lanzinger sagt: „Deutschland ist Kulturreiseziel Nummer eins in Europa. Mit diesem Pfund müssen wir wuchern. Deshalb setze ich mich als zuständige Berichterstatterin im Tourismusausschuss des Bundestages für die Entwicklung eines Konzepts ,Kulturtourismus für die ländlichen Räume' ein, um dort Potenziale zu erschließen. Der Schlüssel dazu ist die Erweiterung des klassischen Begriffs des Kulturtourismus: Wer nach und in Deutschland reist, soll nicht nur unsere Schlösser und Burgen, unsere Museen und Theater vor Augen haben, sondern auch gastronomische Traditionen und unsere wunderbare Landschaft – sozusagen ein Genuss mit allen Sinnen.“ (bsl/26.11.2014)

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