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Deutscher Bundestag - Archiv

Artikel

Debatte zur Lage der maritimen Wirtschaft

Hafenkräne

Werften, Reedereien, Häfen stehen im Mittelpunkt der Debatte.

© pa/Arco Images

Um die Lage der maritimen Wirtschaft geht es am Donnerstag, 15. Oktober 2015, im Deutschen Bundestag. Das Parlament wird in einer 45-minütigen Debatte ab 13.30 Uhr über diesen wichtigen Wirtschaftszweig debattieren. Grundlage der Aussprache ist der vierte Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung und Zukunftsperspektiven der maritimen Wirtschaft in Deutschland (18/5764). Der Bericht soll ebenso wie ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/6347), die das Amt des maritimen Koordinators aufwerten will, an die zuständigen Ausschüsse überwiesen werden. Auch die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD haben einen Antrag (18/6328) vorgelegt, in dem sie fordern, die maritime Wirtschaft zu stärken und ihre Bedeutung für Deutschland hervorzuheben.

Die Debatte wird live im Parlamentsfernsehen, im Internet auf www.bundestag.de und auf mobilen Endgeräten übertragen. 

Offshore-Windenergie wichtige Säule der Energiewende“

Nach Angaben der Bundesregierung hat sich die wirtschaftliche Situation der deutschen Werften in den beiden vergangenen Jahren deutlich verbessert. Wie aus der Unterrichtung hervorgeht, lagen Umsatz, Auftragswert und Beschäftigtenzahlen der deutschen Werften deutlich über denen des Vorjahres. Zwar sei der Auftragsbestand Ende 2014 im Vergleich zu Ende 2013 von 49 auf 40 Schiffe gesunken, im Gegenzug sei jedoch der Auftragswert von 9,1 auf 10,8 Milliarden Euro gestiegen. Der Umsatz der Werften betrug nach Angaben der Bundesregierung 6,4 Milliarden Euro (2013: fünf Milliarden Euro). Die Zahl der Beschäftigten sei um sechs Prozent auf 17.854 gestiegen.

„Darüber hinaus verfügten die Werften Ende vergangenen Jahres über fünf Aufträge zum Bau von Plattformen für die Offshore-Windindustrie mit einem Volumen von 721 Millionen Euro“, stellt die Regierung erfreut fest. Diese Aufträge sind in der Schiffsbaustatistik nicht enthalten. Die Offshore-Windenergie sei eine wichtige Säule der Energiewende und ein bedeutender Wirtschafts- und Wachstumsfaktor insbesondere in norddeutschen Küstenländern. Damit gebe es neue Perspektiven für die deutsche Schiffsbauindustrie, maritime Dienstleister und weitere Wirtschaftsbereiche.

„Schlüsselrolle für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes“

Die Bundesregierung attestiert der maritimen Wirtschaft eine „Schlüsselrolle für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes“. 85 Prozent des internationalen Warenaustausches erfolgten über den Seeweg. 60 Prozent der deutschen Warenexporte und ein Großteil der Rohstoffimporte würden per Schiff transportiert. Die Häfen würden einen wichtigen Teil der Grundversorgung der deutschen Industrie sichern. Der Güterverkehr über See werde weiter zunehmen, prognostiziert die Regierung. Deutsche Reedereien würden mit 2.962 Handelsschiffen die viertgrößte Flotte der Welt stellen.

In der Sparte Containerschifffahrt liege die deutsche Flotte sogar an erster Stelle. Gemessen an ihrer Transportleistung sei die Schifffahrt der umweltfreundlichste Verkehrsträger. Den deutschen Häfen wird bescheinigt, zu den „besten Umschlagplätzen der Welt“ zu zählen. Ohne die Leistungen der Häfen wäre Deutschlands Rolle als eine der führenden Exportnationen der Welt nicht denkbar. Es wird erwartet, dass die Umschlagvolumina der 19 größten deutschen Seehäfen von 269 Millionen Tonnen (2010) auf 468 Millionen Tonnen im Jahr 2030 steigen werden. (hle/08.10.2015)

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