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Deutscher Bundestag - Archiv

Artikel

Sozialpädagogin aus Altena: Christel Voßbeck-Kayser

Christel Voßbeck-Kayser, CDU/CSU

Christel Voßbeck-Kayser (CDU/CSU)

© DBT/Melde

Die Sozialpädagogin Christel Voßbeck-Kayser (CDU/CSU) kandidierte 2013 für den Deutschen Bundestag und verpasste das Direktmandat mit nur 54 Stimmen bei einem beachtlichen Wahlergebnis von 41,6 Prozent der Erststimmen. Wer die Politikerin erlebt, spürt drei Eigenschaften sofort: Engagement, Herzenswärme und Leidenschaft. Dass Christel Voßbeck-Kayser eine glaubwürdige Kandidatin ist, davon konnte sie die Wähler im Wahlkreis 150 „Märkischer Kreis II“ offenbar überzeugen. Das Vertrauen, das die Menschen der Politikerin entgegenbrachten, dokumentierte sich in diesem respektablen Wahlergebnis.

Brücke zwischen Bürgern und Parlament

Als Bundestagsabgeordnete vertritt sie ihre Fraktion im Petitionsausschuss des Parlaments und verweist auf ihrer Internetseite auf Artikel 17 des Grundgesetzes, in dem heißt es: „Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die Volksvertretung zu wenden.“

Im Deutschen Bundestag ist der Petitionsausschuss die Brücke zwischen den Bürgern und dem Parlament, und das nutzen die Menschen seit Jahren intensiv. Zu den im Internet veröffentlichten Petitionen gehen pro Jahr fast 500.000 elektronische Mitzeichnungen ein. Viel Arbeit für den Petitionsausschuss und Christel Voßbeck-Kayser, die sich mit Leidenschaft für die Belange der Petenten einsetzt.

Engagement in der katholischen Kirchgemeinde

Schon mit 13 Jahren engagierte sich Christel Voßbeck-Kayser in ihrer katholischen Kirchengemeinde aktiv in der Jugendarbeit. „Ich fand es immer sehr ungerecht, dass in der Katholischen Kirche nur die Jungen Messdiener werden konnten und den Mädchen diese Möglichkeit versagt blieb. Wir hatten aber einen Kaplan, der uns Mädchen in viele Aufgaben einbezogen hat und uns das Gefühl gab, dass unser Engagement wichtig und richtig ist“, erinnert sich die Abgeordnete.

Am bischöflichen Gymnasium in Recke und am Goethe-Gymnasium in Ibbenbüren setzte sich Christel Voßbeck-Kayser als Schülersprecherin für die Belange ihrer Mitschüler ein und führte engagierte Diskussionen um Gerechtigkeit und soziale Themen. Sie sagt: „Mir war schon immer wichtig, mich in die Gemeinschaft einzubringen. “Nichts ist selbstverständlich, außer man tut es – ein Leitsatz meiner Familie. Deshalb habe ich mich immer in unterschiedlichen Gruppen zu unterschiedlichen Themen eingebracht und auch versucht, andere Menschen auf diesem Weg mitzunehmen„, sagt die Abgeordnete.

Studium der Sozialpädagogik 

Nach dem Abitur studierte Christel Voßbeck-Kayser Sozialpädagogik an der Katholischen Fachhochschule in Münster und absolvierte Praktika in verschiedenen Behinderten-, Jugend- und Suchteinrichtungen. Nach dem Abschluss als Sozialpädagogin arbeitete sie im Westfälischen Landeskrankenhaus Münster und im Gesundheitsamt des Märkischen Kreises im Fachbereich des Sozialpsychiatrischen Dienstes und wurde 1990 Vorsitzende der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Sucht im nördlichen Märkischen Kreis.

“In meinem beruflichen Leben war es mir immer sehr wichtig, Menschen zu unterstützen, ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Mir lag aber auch am Herzen, mich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einzusetzen„, sagt die Politikerin. 

Eintritt in die CDU

Nachdem Christel Voßbeck-Kayser Mitte der Achtzigerjahre mit ihrer Familie in die Burgstadt Altena (Westfalen) umgezogen war, wurde sie Anfang des letzten Jahrzehnts Jahre von einer Frau aus dem CDU-Ortsverband angesprochen, ob sie sich vorstellen könnte, in der CDU mitzuarbeiten. Christel Voßbeck-Kayser konnte sich das vorstellen und sagt heute: “Als ich vor 15 Jahren in die CDU eintrat, war das eine sehr bewusste Entscheidung. Ich war von meiner Lebenseinstellung immer der CDU nah und immer CDU-Wählerin, deshalb war die CDU die richtige Partei für mich„, sagt die Abgeordnete.

Nach dem Parteieintritt machte Christel Voßbeck-Kayser sofort Parteikarriere und wurde stellvertretende Vorsitzende ihres Stadtverbandes, dessen Vorsitz sie später übernahm. Sie engagierte sich in der Frauenunion und wurde im Jahr 2008 erstmals angesprochen, ob sie für den Deutschen Bundestag kandidieren würde. Sie sah das als Chance und große Herausforderung, verfehlte aber damals die notwendige Stimmenanzahl, weil die FDP ein sensationelles Wahlergebnis verbuchen konnte. “Natürlich hätte ich das Mandat gern gewonnen, aber in einer Demokratie entscheiden die Wähler, und ich habe deren Votum selbstverständlich akzeptiert„, sagt Christel Voßbeck-Kayser rückblickend.

Kandidatur für den Bundestag im Jahr 2013

Im Jahr 2013 erhielt die CDU-Politikerin eine neue Chance und kandidierte zum zweiten Mal für den Bundestag. Um den Wahlkampf bestreiten zu können, nahm Christel Voßbeck-Kayser ihren gesamten Jahresurlaub. Auf Straßen und Plätzen, auf Veranstaltungen und bei Besuchen in Verbänden und Organisationen kam sie mit den Menschen ins Gespräch und konnte ihre Positionen und Ziele vertreten.

“Der Wahlkampf war wirklich intensiv und oft auch kräftezehrend. Die Menschen kamen mir mit sehr viel Sympathie entgegen, und das motivierte mich, bis zum letzten Tag um jede Stimme zu kämpfen. Das Ergebnis zwischen mir und der Kandidatin der SPD, Dagmar Freitag, war am Ende hauchdünn. Eine Zeichnerin unserer Lokalzeitung hat eine Karikatur mit zwei Frauen entworfen, die Kopf an Kopf ins Ziel kommen – es waren Dagmar Freitag und ich. Weil es die Situation sehr genau traf und eine lustige Karikatur ist, hängt eine Kopie dieser Zeichnung heute in meinem Bundestagsbüro„, sagt Christel Voßbeck-Kayser.

Dass sie tatsächlich ein Wahlergebnis von mehr als 40 Prozent für die CDU erzielen konnte, erfuhr die Politikerin am Wahlabend recht schnell, aber sie konnte nicht sofort realisieren, dass sie über ihren nordrhein-westfälischen Listenplatz ins Parlament einziehen würde. “Parteifreunde, Familie und mein Wahlkampfteam jubelten, aber bei mir dauerte es einige Augenblicke, bis ich wirklich begriff, dass unser gemeinsamer Wahlkampf erfolgreich war„, erinnert sich die Politikerin.

“Keine Eingabe bleibt unbeantwortet„

Als Bundestagsabgeordnete vertritt die Sozialpädagogin ihre Fraktion im Ausschuss Arbeit und Soziales und im Petitionsausschuss. “Diese Ausschüsse sind wie für mich gemacht, denn es ist mir eine Herzensangelegenheit, mich für Menschen zu engagieren. Der Petitionsausschuss bietet hier vielfältige Möglichkeiten. Als Abgeordnete lernte ich auf diese Weise im Laufe der letzten drei Jahre alle Ministerien kennen, weil die Petitionen wirklich vielfältig sind, sie kommen aus allen Bereichen des täglichen Lebens,„ sagt Christel Voßbeck-Kayser.

Besonders freut sich die Abgeordnete darüber, dass immer mehr Menschen ihre Petition auch online einreichen. Ihr ist wichtig, dass das System der Einreichung und der Mitzeichnung von Petitionen einfach zu handhaben ist und keine unüberwindbaren Hürden darstellt.

“Unser Petitionswesen ist ein starkes Instrument - ein Instrument, das etwas bewirken kann - sowohl im Einzelfall als auch im Großen und Ganzen der Gesetzgebung! Selbst dann, wenn wir einem Bürger bei seinem Anliegen nicht helfen können, so werden ihm die Gründe dieser Entscheidung in einem persönlichen Schreiben mitgeteilt. Im Deutschen Bundestag werden alle Eingaben bearbeitet, keine Eingabe bleibt unbeantwortet„, so Christel Voßbeck-Kayser.“ (bsl/15.08.2016)

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