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Deutscher Bundestag - Archiv

28. Januar 2013

Inge Deutschkron spricht im Bundestag zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Zeit: Mittwoch, 30. Januar 2013, 12 Uhr
Ort: Reichstagsgebäude, Plenarsaal

Die Mitglieder des Bundestages gedenken am 30. Januar der Millionen Opfer des Nationalsozialismus. Anlässlich der Gedenkstunde hält die deutsch-israelische Schriftstellerin Inge Deutschkron im Plenarsaal des Bundestages eine Rede.

Bundestagspräsident Norbert Lammert spricht einleitende Worte und begrüßt neben den Abgeordneten auch Vertreter der Verfassungsorgane sowie Jugendliche aus Deutschland und seinen Nachbarländern, die sich in der Gedenkstättenarbeit und gegen den Rassismus engagieren. Danach wird das Gebet „El Male Rachamim“ vorgetragen. Musikalisch eröffnet die Gedenkstunde das jüdische Totengedenken „Enosch K’chatzir Jamaw“ in der Vertonung von Louis Lewandowski (1821-1894). Nach der Rede von Inge Deutschkron erklingt die Hymne „Adon Olam“ in der Vertonung von Salomon Sulzer (1804-1880).

An die Opfer der NS-Diktatur und die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch sowjetische Soldaten am 27. Januar 1945 wird in diesem Rahmen seit 1996 erinnert. Da der 27. Januar in diesem Jahr auf einen Sonntag fiel, wurde die Gedenkstunde des Bundestages in die Sitzungswoche auf den 30. Januar verlegt. Die Gedenkstunde wird vom Parlamentsfernsehen, im Internet unter www.bundestag.de sowie auf der Bundetags-APP für mobile Endgeräte übertragen, auch in englischer Übersetzung.

Inge Deutschkron wurde am 23. Aug. 1922 im brandenburgischen Finsterwalde geboren, wuchs aber ab 1927 in Berlin auf. Dort war sie den immer grausamer werdenden Verfolgungen der Nationalsozialisten ausgesetzt. Nach einem Studium in England arbeitete sie im Londoner Büro der Sozialistischen Internationale. 1955 kehrte sie nach Deutschland zurück. Zunächst war sie als freie Journalistin in Bonn tätig, 1958 wurde sie als Deutschland-Korrespondentin der israelischen Tageszeitung „Ma'ariv“ akkreditiert. 1963 nahm sie für ihre Zeitung als Beobachterin am Frankfurter Auschwitz-Prozess teil. Ihren Zweitwohnsitz in Berlin behielt sie jedoch vorerst bei. Dort arbeitete sie bis zu ihrer Pensionierung 1987 als Journalistin, hauptsächlich auf Gebieten der internationalen Politik in der Redaktion der Zeitung „Ma'ariv“.

Anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus lädt der Deutsche Bundestag vom 24. bis zum 30. Januar 2013 80 Jugendliche aus Deutschland und seinen Nachbarländern zu dem Seminar „Osteuropa als Ort nationalsozialistischer Verbrechen: Besatzung, Zwangsarbeit und Völkermord in der Ukraine“ ein.

In Kiew besuchen die Teilnehmer Originalschauplätze wie die Massenerschießungsstätte Babyn Jar, Museen und Gedenkstätten. Eine Begegnung mit Zeitzeugen ist geplant. Zu den Themen der Jugendbegegnung zählen auch der Massenmord an Juden und Roma, Hungerpolitik und alltägliche Gewalt gegen die Zivilbevölkerung sowie die in nahezu jeder ukrainischen Familie erlittene Deportation zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich. Daneben widmen sich die Jugendlichen den verschiedenen Erinnerungskulturen in Europa und vor allem auch in der Ukraine selbst. Ebenfalls vorgesehen ist der Austausch mit ukrainischen Jugendlichen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildet der Besuch der Gedenkstunde für die Opfer der NS-Diktatur sowie eine Podiumsdiskussion im Bundestag zum Thema „Die Gegenwart der Vergangenheit: Die Lokalisierung von Stätten nationalsozialistischer Massenerschießungen in der Ukraine und der Umgang mit ihnen“, zu der Bundestagspräsident Norbert Lammert den Gründer der französischen Organisation Yahad – In Unum, Pater Patrick Desbois, und die Leiterin des Berlin-Büros des American Jewish Committees, Deidre Berger, begrüßen wird. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2013/pm_1301281.html

Die Podiumsdiskussion wird live im Internet auf www.bundestag.de und auf mobilen Endgeräten übertragen und ist anschließend als Video on Demand in der Mediathek des Bundestages verfügbar. Für den Zugang zu den Gebäuden des Bundestages benötigen Medienvertreter eine Akkreditierung der Pressestelle.