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Deutscher Bundestag - Archiv

Artikel

„Ist doch lustig in der Politik!“

Ein Kind auf der Besuchertribüne des Plenums am Kindertag.

© DBT/Melde

Insgesamt 825 Schülerinnen und Schüler kamen am Montag, 11. Januar 2010, zum Kindertag aus ganz Deutschland in den Bundestag. In 31 Schulklassen erkundeten die Sechs- bis Zwölfjährigen das Parlament. Der erste Kindertag im neuen Jahr bildete gleichzeitig den Auftakt der insgesamt sechs Kindertage 2010 - wegen der großen Nachfrage hatte der Bundestag zwei zusätzliche Veranstaltungen auf den Jahreskalender gesetzt, bei denen die jungen Besucher in speziellen Führungen einen Blick hinter die Kulissen des Parlaments werfen.

Was die Schülerinnen und Schüler bisher aus dem Fernsehen kennen, beeindruckt aus der Nähe allein durch die Größe. Das Volumen des Reichstagsgebäudes entspricht 600 Einfamilienhäusern, der Plenarsaal ist 1.200 Quadratmeter groß.

Fotohandys im Plenarsaal

Doch bevor Rainer Hartmeier vom Besucherdienst zu langen Erklärungen ansetzten kann, müssen sich die Schülerinnen und Schüler von der Besuchertribüne aus zunächst einen Überblick über die Sitzordnung im Plenarsaal verschaffen - und mit ihren Fotohandys festhalten.

Natürlich möchten die Schüler noch einmal alles ganz genau erklärt haben. Wieso sind hier überall Telefone? Wie lange darf der am Pult reden? Wo sitzt genau Angela Merkel? Darf sie länger reden als andere? Und was muss man tun, um irgendwann auch einmal hier unten sitzen zu können? Über die Frage, ob dieses Ziel erstrebenswert ist, sind sich die Kinder nicht ganz einig. „Ist doch lustig in der Politik!“, findet einer. „Naja, aber ständig diese Paparazzi?“, wendet ein anderer ein.

Details, die nicht jeder kennt

Beim Rundgang durch das Reichstagsgebäude begegnen die jungen Besucher aber auch Details, die nicht jeder kennt: Der ursprüngliche Dachentwurf von Architekt Lord Norman Foster, die Inschriften der sowjetischen Soldaten, das Tastmodell für blinde Menschen oder der Andachtsraum für die Abgeordneten.

Auch moderne Kunst gibt es zu entdecken: Die Installation der amerikanischen Künstlerin Jenny Holzer sorgt für einen nachhaltigen Eindruck bei den Kindern: Auf einer Stele in der Nordeingangshalle laufen digitale Leuchtschriftbänder mit Reden von Reichstags- und Bundestagsabgeordneten aus der Zeit von 1871 bis 1992 von unten nach oben ab. 

Ausstellung „Die Mauer ist weg“

Mit offenen Mündern bestaunen die Kleinen ebenfalls die neue Ausstellung des Bundestages „Die Mauer ist weg - friedliche Revolution und Überwindung der Teilung“, die seit dem 4. Januar 2010 im unterirdischen Durchgang zwischen dem Reichstagsgebäude und dem Jakob-Kaiser-Haus in Berlin-Mitte zu sehen ist.

Von acht verschiedenen Bildschirmen auf acht Skulpturen, die sich am historischen Vorbild der Berliner Mauer orientieren, flimmern berühmte Filmsequenzen historischer Ereignisse und ziehen die Kinder in ihren Bann. Angeordnet sind diese Skulpturen nach Motiven: zur Teilung, zum Widerstand, zur Mauer, zur Sehnsucht, zum Alltag, zur Freiheit und zur Einheit, ergänzt durch Simulationen des ehemaligen Mauerverlaufs. Die abrufbaren Texte beschreiben Ereignisse der deutsch-deutschen Geschichte vor dem Hintergrund der gesellschaftlich-politischen Veränderungen in ganz Europa.

Nächster Kindertag am 1. März

Beim nächsten Kindertag des Parlaments am 1. März treffen die jungen Besucher dann wieder auf Abgeordnete der Kinderkommission (KiKo), die sich am 27. Januar erst neu konstituieren muss.

Sie nimmt sich seit 1988 der Belange der Kinder an und ist ein Unterausschuss des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie hat das Anliegen, Kinderpolitik stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

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