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Deutscher Bundestag - Archiv

Artikel

Bundestag erinnert an Mauerfall vor 25 Jahren

Demonstranten vor dem Palast der Republik

Demonstration in Ost-Berlin am 4. November 1989

© dpa Report

Der Bundestag erinnert in einer einstündigen vereinbarten Debatte am Freitag, 7. November 2014, ab 9 Uhr an den Fall der Mauer vor 25 Jahren am 9. November 1989. Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert hat den 9. November vor zwei Jahren im Bundestag als „prominentesten Tag der deutschen Geschichte“ bezeichnet, da sich mit diesem Datum nicht nur die Erinnerung an die friedliche Revolution in der DDR verbindet, sondern auch das Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November 1938 und an die Ausrufung der ersten deutschen Republik am 9. November 1918. Neben Filmeinspielungen zum 9.November 1989 wird auch der Liedermacher Wolf Biermann an das Ereignis erinnern.

Die Debatte wird live im Parlamentsfernsehen, im Internet auf www.bundestag.de und auf mobilen Endgeräten übertragen.

Ehrmanns Frage an Schabowski

Am 9. November 1989 stellte der italienische Journalist Ricardo Ehrmann in einer Pressekonferenz des Sekretärs des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) für Informationswesen, Günter Schabowksi, eine Frage zur neuen Reiseregelung der Deutschen Demokratischen Republik.

Daraufhin verlas Schabowski eine Erklärung, in der es unter anderem hieß: „Die zuständigen Abteilungen Pass- und Meldewesen der Volkspolizeikreisämter in der DDR sind angewiesen, Visa zur ständigen Ausreise unverzüglich zu erteilen, ohne dass dabei noch die Voraussetzungen für eine ständige Ausreise vorliegen müssen.“ Und: „Ständige Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD beziehungsweise zu West-Berlin erfolgen.“

„Sofort, unverzüglich“

Auf die Frage, ab wann das gilt, sagte Schabowski: „Das tritt nach meiner Kenntnis... ist das sofort, unverzüglich.“ Da die Pressekonferenz live im DDR-Fernsehen übertragen wurde, zogen Tausende Berliner zu den Grenzübergangsstellen und verlangten deren Öffnung.

Der Forderung kamen zuerst die Offiziere der Passkontrolleinheit und die Grenztruppen der DDR am Grenzübergang Bornholmer Straße nach. Die Folge war eine Kettenreaktion an allen Grenzübergängen in und um Berlin.

Nach Mitternacht wurden Übergänge auch an der innerdeutschen Grenze zur Bundesrepublik geöffnet. Die Mauer war nach 28 Jahren gefallen. Damit ging die mehr als 40 Jahre dauernde Teilung Deutschlands und die Spaltung des Kontinents zu Ende. (vom/29.10.2014)

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