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Deutscher Bundestag - Archiv

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Agrarausschuss informiert sich auf Grüner Woche

Die Mitglieder des Agrarausschusses zusammen mit der Apfelkönigin (Mitte) auf der Grünen Woche.

Die Mitglieder des Agrarausschusses zusammen mit der Apfelkönigin (Mitte) auf der Grünen Woche.

© DBT/Melde

Eine Königin wahrt immer die Haltung - auch in sorgenvollen Zeiten. Also lachte die Apfelkönigin herzlich beim Empfang des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft beim traditionellen Rundgang auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin am Donnerstag, 22. Januar 2015. Doch das vergangene Jahr sei kein einfaches für die Gärtner gewesen, erfuhren die Abgeordneten. Eine erfolgreiche, rund 30 Prozent höhere Apfelernte fiel auf den Ausbruch des Ukraine-Konfliktes und auf das Einfuhrverbot europäischer Agrarprodukte nach Russland.

Connemann: Wichtiger Beitrag zur gesunden Ernährung 

„Das hatte einen massiven Preisverfall zur Folge“, wusste Gitta Connemann (CDU/CSU), Vorsitzende des Ausschusses, der die deutschen Produzenten hart treffe. Ausschussmitglieder aller Fraktionen sprachen mit Branchenvertretern über regionale Vermarktungsstrategien und die Notwendigkeit, auch auf dem Binnenmarkt für das heimische Obst zu werben.

„Es soll ein gutes Signal sein, dass wir beim Gartenbau unseren Auftakt für den Rundgang machen“, wünschte sich Connemann, die den wichtigen Beitrag der Gärtner zur gesunden Ernährung der Menschen betonte. Etwas Gutes bekamen die Abgeordneten auf dem Messestand dann doch noch zu hören, denn der Zentralverband des Gartenbaus konnte nach Jahren sinkender Auszubildendenzahlen wieder einen Anstieg verzeichnen.

Ostendorff: Hier lernen wir immer etwas dazu

Der Rundgang führte den Ausschuss über die Stände des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft durch den Erlebnisbauernhof zum Forum Fairer Handel und dem Dorfläden-Netzwerk bis zur Halle des IGW-Partnerlandes Lettland.

„Auf so einer Messe lernen wir immer etwas dazu“, erklärt der Landwirt und stellvertretende Vorsitzende, Friedrich Ostendorff (Bündnis 90/Die Grünen), das Interesse der Ausschussmitglieder. So fand eine vielversprechende Präsentation die besondere Aufmerksamkeit des Grünen, die landwirtschaftliche Rohstoffe wie Stroh zu Dämmstoff für den Hausbau veredelte. „Alles ist interessant, was Wertschöpfung in die Landwirtschaft bringt.“ 

Haltung von Nutztieren bleibt Thema in diesem Jahr

Mit der Frage, wie zum Beispiel die Wiese in den Stall gebracht werden kann, setzte sich Ostendorff intensiv auf der IGW auseinander, denn die Haltung von Nutztieren in der Landwirtschaft bleibe auch in diesem Jahr eines der zentralen Themen in der Ausschussarbeit.

„Weil 2015 keine Wahlkämpfe in den Flächenländern stattfinden, haben wir über die Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg die Chance, problemorientiert im Ausschuss zu arbeiten“, sagte er. Eine ganze Palette zur Verbesserung der Haltungsbedingungen von Nutztieren schwebt dem Abgeordneten vor, der unter anderem eine Lösung zur Haltung von Schweinen in Ställen einfordert, die das Kupieren - Abscheiden - von Ringelschwänzen in der Schweinehaltung beendet.

Gerig: Tierwohl nicht zum Schnäppchenpreis

„Die Grüne Woche ist mit über 400.000 Besuchern ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass sich viele Menschen für die Landwirtschaft und sichere Ernährung interessieren“, stellte der designierte Ausschussvorsitzende Alois Gerig (CDU/CSU) fest, der am Mittwoch, 4. Februar, Connemanns Amt übernehmen soll.

Das Thema Tierwohl will auch Gerig weiter im Blick behalten: „Aber es soll möglichst wenig ordnungspolitisch eingegriffen werden.“ Dabei setzt der Unionsabgeordnete zum einen auf die Verbraucher und zum anderen auf die Produzenten. „Und da sehe ich gute Signale, denn bei der Brancheninitiative Tierwohl setzen sich vom Händler bis zum Landwirt alle Beteiligten ein, höhere Standards bei der Tierhaltung zu erreichen.“

Die Agrarmesse biete zudem die Möglichkeit, sich direkt an die Konsumenten zu wenden. Das große Interesse der Verbraucher an regionalen Produkten sei eine Chance. „Denn jedem muss klar werden, dass es das Tierwohl nicht zum Schnäppchenpreis geben kann.“ (eis/22.01.2015)

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