07.10.2026 Arbeit und Soziales — Antrag — hib 789/2026

Linke gegen Anstieg der Regelaltersgrenze bei der Rente

Berlin: (hib/CHE) Gegen eine weitere Erhöhung der Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung spricht sich die Fraktion Die Linke in einem Antrag (21/8388(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) aus, der am Freitag auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums steht.

In der medialen Debatte herrsche das Bild vor, dass die Menschen durch die gestiegene Lebenserwartung immer älter werden und somit auch länger arbeiten sollten. „Dieser vereinfachte Gedanke darf eine tiefergehende Auseinandersetzung mit den statistischen Daten zur Entwicklung der Lebenserwartung und den Auswirkungen einer solchen Regelung jedoch nicht ersetzen“, schreibt Die Linke und verweist auf die Abhängigkeit der Lebenserwartung vom sozioökonomischen Status. Auch gebe es deutliche regionale Unterschiede, die Verallgemeinerungen nicht zuließen.

Die Bundesregierung solle deshalb ihr Gesetzgebungsvorhaben, die Regelaltersgrenze an die Lebenserwartung zu koppeln, nicht weiterverfolgen, fordert Die Linke.