26.10.2026 Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung — Antwort — hib 857/2026

Erstes Fusionskraftwerk soll in Deutschland gebaut werden

Berlin: (hib/DES) Die Bundesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, in Deutschland das erste Fusionskraftwerk der Welt zu bauen. Eng damit verbunden ist auch das Vorhaben, in der Bundesrepublik einen Fusionswirtschaftszweig aufzubauen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (21/8717(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/8054(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) hervor.

Die Fusionsstrategie, die zum Erreichen dieses Zieles führen soll, sei in der Hightech Agenda Deutschland im Aktionsplan „Fusion“ verankert. Für die Umsetzung der Fusionsstrategie sind laut Antwort in der laufenden Legislaturperiode rund 2,4 Milliarden Euro vorgesehen. Etwa 755 Millionen Euro seien im Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) und rund 810 Millionen Euro im Klima- und Transformationsfonds (KTF) veranschlagt.

Insgesamt fördere die Bundesregierung „technologieoffen in wettbewerblichen Verfahren“. Eine feste Verteilung der Mittel zwischen Laser- und Magnetfusion sei daher nicht vorgesehen.

Die drei geplanten Fusionshubs bündeln laut Bundesregierung die relevanten Akteure des Bereichs „zu einem gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungs-(F&E)-Programm“ und fördern somit „gezielt den Zusammenschluss aus Fusionsunternehmen und Unternehmen der Lieferkette“. Die Gewinnung von privaten Investoren sei wiederum „kein Hauptziel der Fusionshubs“. Dennoch erhofft sich die Bundesregierung laut eigenen Angaben „einen positiven Einfluss auf die Bereitschaft von Investoren, in das deutsche Fusionsökosystem zu investieren“.

Die Bundesregierung gibt außerdem Auskunft darüber, dass für die Umsetzung der Fördermaßnahmen im Bereich Fusionstechnologien keine neuen Stellen geplant seien.