Verteidigung

UNIFIL (Seegebiet vor Libanon)

Der Deutsche Bundestag verlängerte am 25. Juni 2026 letztmalig die Beteiligung der Bundeswehr an der friedenssichernden Mission der Vereinten Nationen UNIFIL im Libanon. Der Einsatz deutscher Kräfte als Teil des UNIFIL-Marineverbands vor der Küste des Libanon erfolgt somit noch bis zum 31. Dezember 2026. Danach endet dies Mission und geht in die halbjährige Abwicklungsphase über, in der die Bundeswehr die Rückführung ihrer Soldatinnen und Soldaten nebst der Rückverlegung des Materials nach Deutschland vornimmt.

Die Beendigung der fast 50 Jahre andauernden Mission der Vereinten Nationen beruht auf einem einstimmigen Beschluss des VN-Sicherheitsrates vom 28. August 2025 (VN-Resolution 2790(2025)). Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah hatte auch Auswirkungen auf die Sicherheitslage von UNIFIL. Die Bundeswehr stellte deswegen im März 2026 die Ausbildung der libanesischen Marine vorübergehend ein.

Gleichwohl nimmt die Bundeswehr bis Jahresende die operativen Aufgaben des Mandats weiterhin wahr. Dazu zählen unter anderem der Einsatz einer Fregatte im Marineverband von UNIFIL zur Unterbindung von Waffen- und Drogenschmuggel, die Entsendung von Personal in das UNIFIL-Hauptquartier sowie die Unterstützung beim Aufbau der Fähigkeiten der libanesischen Marine. Der Fokus der Mission liegt nunmehr vor allem darauf, den Libanon dabei zu unterstützen, nach Abzug der internationalen Truppen die Kontrolle über sein eigenes Staatsgebiet sicherzustellen. 

Die Mandatsobergrenze, also die maximale Anzahl der hierfür eingesetzten Soldatinnen und Soldaten, liegt bis zum 31. Dezember 2026 bei 300. Ab dem 1. Januar 2027 reduziert sie sich auf höchstens 80 deutsche Soldatinnen und Soldaten bis zum vollständigen Abzug am 30. Juni 2027.