Milagros aus Argentinien

Milagros aus Argentinien (IPS-Teilnehmer 2026) (© Monica Doe)
Milagros ist 30 Jahre alt, studierte Kulturwirtschaft im Rahmen eines Doppelabschlusses in Argentinien und Deutschland und hat am Internationalen Parlaments-Stipendium 2026 teilgenommen. Sie macht derzeit einen Master in Internationalen Beziehungen und einen Master in Wirtschaft und Business in Asien-Pazifik und Indien.
Inwiefern spielt deutsche Politik in Deinem Heimatland eine Rolle?
Deutschland spielt eine wichtige Rolle in Argentinien. Die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern sind in den letzten Jahren stärker geworden.
Heutzutage gibt es in Argentinien immer noch deutsch geprägte Gemeinden sowie deutsche Schulen.
Die politische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern ist nicht nur diplomatisch, sondern auch institutionell und parlamentarisch. Deutschland ist außerdem ein wichtiger Partner Argentiniens in Bereichen wie Wissenschaft, Wirtschaft, nachhaltige Entwicklung, Energie, Handel und internationale Zusammenarbeit.
Welche Themen beschäftigen Dich aktuell und wofür setzet du dich ein?
Ich beschäftige mich aktuell mit internationalen Beziehungen, der Region Asien-Pazifik, der Rolle Chinas im Rahmen der „Belt and Road Initiative“ (BRI) sowie den handelspolitischen, geopolitischen, logistischen und technologischen Folgen der Rivalität zwischen China und den USA.
Ich interessiere mich für internationale Zusammenarbeit, Kultur, Entwicklung, Logistik und globale Wertschöpfungsketten.
Warum hast du dich für das IPS-Programm beworben?
Ich habe mich für das IPS beworben, weil ich mein Wissen über die deutsche Politik vertiefen wollte. Deutschland ist ein Vorbild für Demokratie und deswegen wollte ich im Herzen Europas mehr über das demokratische und parlamentarische System sowie über die demokratischen Werte lernen.
Das IPS gab mir die Möglichkeit, zu verstehen, wie der Deutsche Bundestag intern funktioniert, welche Aufgaben die Abgeordneten im Alltag haben und wie die Ausschüsse und Arbeitskreise arbeiten.
Was war der bedeutendste Moment oder die wichtigste Erkenntnis während Deines Aufenthalts in Berlin?
Drei bedeutende Momente kann ich nennen: Den IPS-Empfang, meine Präsentation über Argentinien und die guten Freundschaften.
Der IPS-Empfang war besonders schön, weil wir gemeinsam mit den anderen argentinischen Stipendiaten und Stipendiatinnen kochen und unsere Kultur präsentieren konnten. Außerdem konnten wir die Ländertische und Traditionen anderer Länder kennenlernen sowie typische Speisen und Getränke probieren.
Meine Präsentation über Argentinien war ebenfalls ein Highlight. Die Themen waren: Deutsche Minderheit in Argentinien, die aktuelle interne Situation in Argentinien und die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Argentinien. Ich konnte nicht nur mein Wissen über mein Heimatland vertiefen, sondern auch politische Inhalte auf Deutsch vor Abgeordneten präsentieren. Durch meinen Aufenthalt in Berlin hatte ich die Möglichkeit, Menschen aus 36 Ländern kennenzulernen und enge Freundschaften zu schließen.
Wie würdest Du Deine Zeit in Berlin in drei Worten zusammenfassen?
Multikulturalität, Freundschaft und Politik.