IPS 2026

Zoë aus Argentinien interessiert sich für internationale Politik

Porträtfoto einer Frau in einer großen, modernen Halle

Zoë aus Argentinien (IPS-Teilnehmerin 2026) (© Bruno Storino)

Zoë ist 27 Jahre alt und hat Internationale Beziehungen in Argentinien studiert. Sie nahm am Internationalen Parlamentsstipendium 2026 teil.

Inwiefern bist du politisch, sozial oder zivilgesellschaftlich engagiert?

Ich halte es für essenziell, dass Menschen über internationale Ereignisse Bescheid wissen und sie verstehen können, denn das Geschehen in der Welt betrifft uns alle auf die eine oder andere Weise. Aus dieser Überzeugung heraus bin ich Teil eines Podcast. Darin verknüpfen wir weltpolitische Entwicklungen mit Theorien der internationalen Beziehungen und analysieren sie so, dass sie für alle verständlich und zugänglich werden. In unserer Freizeit produzieren wir nicht nur Podcast-Folgen, sondern auch Beiträge für die sozialen Medien.

Warum hast du dich für das IPS-Programm beworben?

Die deutsche Politik hat mich schon immer interessiert. Meiner Meinung nach kann man aus ihr wertvolle Erkenntnisse ziehen, die sich in Argentinien anwenden lassen. Besonders spannend fand ich die Möglichkeit, im Herzen der deutschen Politik arbeiten zu können und dabei von vielen zu lernen. Ich dachte mir: Was könnte besser sein, als fünf Monate in Berlin zu leben und im Bundestag zu arbeiten?

Was war der bedeutendste Moment oder die wichtigste Erkenntnis während Deines Aufenthalts in Berlin?

Es gab zwei sehr bedeutsame Momente während des Programms, die sich beide fast am Ende ereigneten. Während der letzten Wochen im Juli wurde mir nach und nach bewusst, wie sehr ich den Alltag mit meinen Freunden und Kollegen vermissen würde. Auch wenn Freundschaften bestehen bleiben, ist die Berliner Alltagsroutine etwas Einmaliges. Ein weiterer bedeutender Moment war das Auswertungsgespräch im Praktikumsbüro. Es war ein wunderbares Gefühl, zu hören, dass meine Begeisterung für das Praktikum auf Gegenseitigkeit beruhte und man dort ebenso zufrieden mit meiner Leistung war wie ich mit der gesamten Betreuung.

Was war der bedeutendste Moment oder die wichtigste Erkenntnis während Deines Aufenthalts in Berlin?

Es gab zwei sehr bedeutsame Momente während des Programms, die sich beide fast am Ende ereigneten. Während der letzten Wochen im Juli wurde mir nach und nach bewusst, wie sehr ich den Alltag mit meinen Freunden und Kollegen vermissen würde. Auch wenn Freundschaften bestehen bleiben, ist die Berliner Alltagsroutine etwas Einmaliges. Ein weiterer bedeutender Moment war das Auswertungsgespräch im Praktikumsbüro. Es war ein wunderbares Gefühl, zu hören, dass meine Begeisterung für das Praktikum auf Gegenseitigkeit beruhte und man dort ebenso zufrieden mit meiner Leistung war wie ich mit der gesamten Betreuung.

Welche Fähigkeiten oder Kenntnisse hast Du während des Programms erlernt, die Du in Zukunft nutzen wirst?

Während des IPS habe ich nicht nur enorm viel über Deutschland und sein politisches System gelernt, sondern auch darüber, was das Zusammenleben und Arbeiten mit Menschen aus aller Welt im Alltag ausmacht. Diese Erfahrung ist von unschätzbarem Wert, sowohl für eine tolerante Gesellschaft als auch für den Aufbau echter persönlicher Verbindungen. Ich habe gemerkt, wie bereichernd es ist, sich auf fremde Kulturen einzulassen, um das Gegenüber wirklich zu verstehen. Die Grundvoraussetzung dafür ist, gut und aufmerksam zuzuhören. Und natürlich konnte ich auch meine Deutschkenntnisse spürbar verbessern!

Inwiefern unterscheiden sich die parlamentarische Arbeit und Politik in Deinem Heimatland von der in Deutschland?

Die politische Arbeit in Deutschland und Argentinien unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten, was mich in der Praxis durchaus überrascht hat. Natürlich war mir der institutionelle Unterschied zwischen dem deutschen parlamentarischen und dem argentinischen präsidialen System bewusst, doch die parlamentarische Praxis vor Ort zu erleben, ist noch einmal etwas ganz anderes. Besonders faszinierend fand ich dabei das deutsche Selbstverständnis als „Arbeitsparlaments“: Die Arbeit der Abgeordneten findet zu einem erheblichen Teil außerhalb des Plenarsaals statt, etwa in Ausschüssen und Fraktionen. Entsprechend sind nicht bei jeder Plenardebatte sämtliche Abgeordneten anwesend, sondern insbesondere bei Tagesordnungspunkten aus dem eigenen Arbeitsbereich und bei namentlichen Abstimmungen. In Argentinien läuft das völlig anders: In der argentinischen Abgeordnetenkammer ist das Quorum wesentlich sichtbarer für den Sitzungsbetrieb. Damit eine Sitzung überhaupt beschlussfähig ist, gilt ein strenges Quorum, weshalb die Parlamentarier ständige Präsenz im Plenarsaal zeigen müssen.

Wie würdest Du Deine Zeit in Berlin in drei Worten zusammenfassen?

Herausfordernd, unvergleichlich und inspirierend.

Welche Tipps hast Du für zukünftige Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um das Beste aus dem Aufenthalt in Berlin zu machen?

Den zukünftigen IPS-Teilnehmern würde ich empfehlen, alles zu genießen. Manchmal ist man sehr müde, denn sowohl der theoretische Teil als auch das Praktikum sind sehr zeitintensiv. Außerdem muss man sich bemühen, immer Deutsch zu sprechen. Aber trotzdem sind alle Teile einzigartige Erfahrungen. Man lernt Neues kennen, trifft neue Leute und besucht Orte, die man sonst vielleicht nie kennengelernt hätte. Es lohnt sich, früh aufzustehen und nach Feierabend mit den anderen IPS-Stipendiaten und Freunden loszuziehen, um Berlin und sein ganz einzigartiges Kulturleben zu entdecken.