Portrait von Sabine Bergmann-Pohl im Deutschen Bundestag

(© Team Zupke)
Sabine Bergmann-Pohl, Präsidentin der ersten und einzigen frei gewählten Volkskammer der DDR, wird künftig mit einem Portrait in der Galerie der Präsidentinnen und Präsidenten des Deutschen Bundestages vertreten sein.
Am 18. März 1990 konnten die Bürgerinnen und Bürger der DDR erstmals in freien und geheimen Wahlen über die Zusammensetzung der Volkskammer entscheiden. Die Wahlbeteiligung lag bei außergewöhnlichen 93,4 Prozent. Evelyn Zupke, heute Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur beim Deutschen Bundestag, war damals Mitglied der Wahlkommission.
Die Volkskammer verhandelte in nur 180 Tagen nicht nur die Deutsche Einheit. Sie legte auch die Grundlage für die Sicherung der Stasi-Akten und für die Rehabilitierung der Opfer der SED-Diktatur.
Mit dem Portrait von Sabine Bergmann-Pohl im Deutschen Bundestag wird die erkämpfte Demokratie in der DDR heute in unserem Parlament gewürdigt.
Bis zum 17. September hängt das Portrait im Mauer-Mahnmal im Deutschen Bundestag und kann ohne Anmeldung zwischen 11 und 18 Uhr besichtigt werden.