05.11.2025 Kultur und Medien — Antrag — hib 583/2025

AfD-Fraktion fordert Reform des Deutschen Verlagspreises

Berlin: (hib/AW) Nach dem Willen der AfD-Fraktion soll der Deutsche Verlagspreis grundlegend reformiert werden. Die Jury des Preises sei „mehrheitlich, wenn nicht sogar einseitig, mit Personen besetzt, denen eine linke bis linksradikale Prägung zugeschrieben“ werden könne, argumentiert die AfD in ihrem entsprechenden Antrag (21/2539). Zudem seien mehrfach Verlage mit dem Preis ausgezeichnet worden, die Bücher und andere Medien mit einem „positiven Bezug zum historischen Kommunismus oder zum kriminellen und gewalttätigen bis terroristischen, jedenfalls staats- und deutschfeindlichen Linksextremismus“ oder der „Darstellung sexueller Fetische“ anbieten.

In ihrem Antrag fordert die AfD-Fraktion die Bundesregierung auf, die Berufung von Jury-Mitgliedern des Verlagspreises sowie der Bestimmung ihres Vorsitzenden durch den Kulturstaatsminister als auch die Auswahl der Preisträger transparenter für die Öffentlichkeit zu gestalten und für eine „stärkere weltanschauliche, philosophische und künstlerische Heterogenität“ der Jury zu sorgen. Zudem müssten geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um die Einhaltung der im Regelwerk des Verlagspreises festgeschriebenen Ausschlüsse von Verlagen, „deren Verlagsprogramm Bücher mit jugendgefährdenden, gewaltverherrlichenden, verfassungsfeindlichen oder strafbaren Inhalten umfasst“ zu gewährleisten. Bis zur Umsetzung dieser Forderungen soll die Vergabe des Deutschen Verlagspreises ausgesetzt werden.