Grüne fragen nach Stand der Energiewende
Berlin: (hib/NKI) Die Umsetzung der energiepolitischen Maßnahmen für mehr Versorgungssicherheit, die dem Bundeswirtschaftsministerium im Monitoring-Bericht 2025 vorgeschlagen wurden, sind das Thema einer Großen Anfrage (21/7142(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen.
Die Abgeordneten wollen unter anderem wissen, welche in dem Bericht aufgelisteten Maßnahmen bereits umgesetzt wurden und in welcher Form die Bundesregierung gegebenenfalls weitere Umsetzungen plant.
Bei der bedarfsgerechten Planung des Netzausbaus fragt die Fraktion nach Schritten zur Prüfung des langfristigen Offshore-Netzausbaues, zur Erhöhung der Effizienz der Offshore-Anbindung und zur Erhöhung des Verhältnisses von erneuerbaren Energien zur Netzkapazität. Sie erkundigt sich zudem nach der Nutzung von Einsparungspotenzialen von Freileitungen.
Zur Versorgungssicherheit erkundigt sich die Fraktion nach der Einführung eines Kapazitätsmechanismus und dem Hochlauf von Wasserstoffspeichern.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte bei der Vorstellung des Berichts im September vergangenen Jahres erklärt, sie wolle daran festhalten, dass bis 2030 insgesamt 80 Prozent des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen werden. Beim Strombedarf sei damals offenbar von einem weniger starken Anstieg ausgegangen worden, als er früher noch erwartet worden war. Der Netzausbau und der Ausbau der erneuerbaren Energien sollten synchron vonstatten gehen. „Wo die Netzsituation kritisch ist, trägt der Investor einen höheren Anteil an den Ausbaukosten; an günstigen Standorten kann ein beschleunigter Netzanschluss mit reduzierten Kosten erfolgen“, schreibt das Ministerium im September 2025.