Linke thematisieren Ernährungsarmut und Kantinen
Berlin: (hib/NKI) Ernährungsarmut ist Thema einer Kleinen Anfrage (21/7144(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Fraktion Die Linke. Aufgrund fehlenden Einkommens seien vor allem Menschen mit geringem Gehalt, geringer Rente und Personen im Leistungsbezug gezwungen, auf ungesunde und günstige Lebensmittel zurückzugreifen. Eine Folge dieser „sozialen Seite der Ernährungsarmut“ sei, „dass diese Menschen kaum noch gemeinsam mit anderen und an öffentlichen Orten essen können“, schreiben die Abgeordneten.
Die Bundesregierung soll den Parlamentariern unter anderem beantworten, wie sie den Begriff „Ernährungsarmut“ definiert und wie viele Menschen in Deutschland aktuell von Ernährungsarmut betroffen oder bedroht sind. Außerdem soll die Bundesregierung darlegen, welche Kenntnisse ihr zu den Auswirkungen der Preissteigerungen bei Lebensmitteln seit 2022 auf Ernährungsarmut vorliegen und welche Bevölkerungsgruppen in den letzten 20 Jahren besonders stark von dem Phänomen betroffen gewesen sind. Darüber hinaus fragen die Abgeordneten danach, welche Rolle Kantinen der Bundes- sowie der Landesbehörden und der Kommunen bzw. in öffentlich-rechtlicher Form in dieser Frage spielen und in Zukunft spielen könnten.