Bundesregierung sieht Ernährungssicherheit nicht gefährdet
Berlin: (hib/SCR) Die Bundesregierung sieht derzeit kein Risiko für die Ernährungssicherheit in Deutschland. Dies betont sie in ihrer Antwort (21/7191(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (21/6557(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). „Trotz der in den letzten zwei Monaten stark gestiegenen Energie- und Düngemittelpreise war die landwirtschaftliche Erzeugung der laufenden Anbausaison in Deutschland gesichert“, schreibt sie weiter. Der Selbstversorgungsgrad mit Lebensmitteln liege im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre bei rund 85 Prozent. Bei Getreide und Kartoffeln liege er bei 100 beziehungsweise 145 Prozent. Bei Obst und Gemüse könnten dagegen nur 20 bis 40 Prozent des Bedarfs aus heimischem Anbau gedeckt werden. „Dass sich manche Bedarfe nur durch Importe decken lassen, ist in Zeiten globaler Handelsströme Normalität geworden. Auch die Entwicklung der aktuellen Verbraucherpreise für die in der Frage genannten Lebensmittel bietet keinen Anlass zur Besorgnis hinsichtlich der Versorgungssicherheit“, führt die Bundesregierung aus.
Für Krisen hält der Bund laut Antwort Erbsen, Linsen, Reis und Brotgetreide vor. Damit könnten die 83,5 Millionen in Deutschland lebenden Menschen 30 Tage lang mit täglich 1.000 Kalorien versorgt werden. Zusätzlich plane das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat einen dezentralen Vorrat haltbarer und sofort verzehrfertiger Lebensmittel. Die Finanzierung sei noch abschließend zu klären.