Pläne chinesischer Autobauer
Berlin: (hib/NKI) Chinesische Automobilhersteller besitzen aktuell keine eigenen Pkw-Produktionswerke in Deutschland, verfügen aber über einzelne Beteiligungen an deutschen und europäischen Unternehmen aus der Automobilbranche. Das geht aus der Antwort (21/7220(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/6576(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hervor.
Es bestehen jedoch mehrere Produktionsstandorte chinesischer Automobilhersteller in der Europäischen Union, weitere befinden sich im Bau oder sind angekündigt worden. Hierzu erwähnt die Bundesregierung die Produktion des staatlichen chinesischen Fahrzeugherstellers Chery im ehemaligen Nissan-Werk in Spanien. Außerdem lässt der E-Autobauer Xpeng beim Automobilzulieferer Magna in Österreich montieren. Der Geely-Konzern fertigt über seine Konzerntochter Volvo in Schweden die SUVs Volvo XC60 und Volvo XC9, zudem soll demnächst in einem Volvo-Werk in Belgien produziert werden. Außerdem baut der Konzern ein Werk in der Slowakei, dort sollen E-Autos hergestellt werden. Auch der größte chinesische Autobauer BYD baut ein Werk in Europa, in Ungarn sollen ab Ende dieses Jahres Fahrzeuge für den europäischen Markt entstehen. Der chinesische Staatskonzern Saic hat angekündigt, im Jahr 2028 mit dem Bau eines Werks in Spanien beginnen zu wollen.
Chinesische Automobilhersteller oder mit ihnen verbundene Unternehmen hätten seit 2020 keine Fördermittel für Investitionen in Produktions-, Entwicklungs-, Batterie- oder Softwarestandorte in Deutschland im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität erhalten, erläutert die Bundesregierung in der Antwort außerdem.