27.07.2026 Inneres — Antwort — hib 605/2026

Rechsextreme Jugendgruppen und „Junge Nationalisten“

Berlin: (hib/SCR) Neue rechtsextremistische Jugendgruppen haben nach Einschätzung der Bundesregierung maßgeblich zum jüngsten Mitgliederzuwachs der Partei „Die Heimat“ und ihrer Jugendorganisation beigetragen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (21/7192(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/6639(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) hervor. Die Jugendorganisation „Junge Nationalisten“ (JN) hat demnach in den vergangenen beiden Jahren einen vergleichsweise starken Mitgliederzuwachs verzeichnet. In der von der Bundesregierung aufgeführten Mitgliederentwicklung stieg die Zahl von 230 im Jahr 2023 über 300 im Jahr 2024 auf 400 im Jahr 2025. Auch bei „Die Heimat“ stieg die Mitgliederzahl 2025 erstmals seit Jahren wieder, von 2.500 auf 2.600. Im Jahr 2020 hatte sie noch bei 3.500 gelegen.

Den Zuwachs bei den JN und bei „Die Heimat“ führte die Bundesregierung „in hohem Maße“ beziehungsweise maßgeblich auf die dynamische Entwicklung neu gegründeter rechtsextremistischer Jugendgruppen zurück. Diese hätten mit Demonstrationen und offensiver Werbung in sozialen Medien als „Rekrutierungsinstrument in die rechtsextremistische Szene“ gewirkt. Einzelne Mitglieder und Anhänger dieser Gruppierungen hätten anschließend den Anschluss an festere Strukturen gesucht, vor allem an die JN.