07.08.2026 Gesundheit — Antwort — hib 630/2026

Ausgaben für externe Dienstleister der Krankenkassen

Berlin: (hib/SCR) Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen auf dem Konto „Sonstige Vergütungen an andere“ sind von 730 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 1,35 Milliarden Euro im Jahr 2025 gestiegen. 2024 hatten sie mit 1,40 Milliarden Euro noch etwas höher gelegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (21/7447(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/7073(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) hervor. Auf dem Konto werden demnach „im Wesentlichen“ IT-Ausgaben der Krankenkassen an Dienstleister verbucht.

Der Anteil dieser Ausgaben an den Bruttoverwaltungskosten der gesetzlichen Krankenversicherung stieg den Angaben zufolge von 5,9 Prozent im Jahr 2014 auf 7,9 Prozent im Jahr 2025. An den Nettoverwaltungskosten betrug der Anteil 2025 zehn Prozent, nach 7,3 Prozent im Jahr 2014.

Die Bundesregierung nimmt an, dass die Entwicklung vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die Krankenkassen Aufgaben im Rahmen der digitalen Transformation des Gesundheitswesens wahrnehmen. Gesicherte Aussagen seien allerdings nur schwer möglich, weil die auf dem Konto gebuchten Beträge statistisch nicht weiter untergliedert würden.

Zu den Empfängern der Zahlungen, möglichen Zahlungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsgesellschaften sowie zu Unterschieden zwischen einzelnen Krankenkassen oder Kassenarten liegen der Bundesregierung nach eigener Aussage keine Erkenntnisse vor. Auch zu konkreten Beanstandungen oder aufsichtsrechtlichen Maßnahmen im Zusammenhang mit den Ausgaben auf diesem Konto verfüge sie über keine Erkenntnisse.