Linke thematisiert Gewalt gegen Maasai in Tansania
Berlin: (hib/SAS) Nach Gewalt gegen indigene Maasai im Zusammenhang mit deutschen Natur- und Klimaschutzprojekten in Tansania erkundigt sich die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (21/7592(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). So will sie unter anderem von der Bundesregierung erfahren, welche Finanzierungen in den Bereichen Naturschutz, Klima, Biodiversität, Forstwirtschaft und nachhaltige Landnutzung und Tourismusentwicklung seit 2016 getätigt wurden. Die Abgeordneten fragen zudem, ob diese Projekte „Aktivitäten zur Ausweisung, Erweiterung oder Verwaltung von Schutzgebieten, Wildlife Corridors, Wildlife Management Areas, Forest Reserves oder vergleichbare Flächenschutzschutzinstrumente“ umfassen und welche staatlichen Institutionen, privaten Unternehmen, Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen daran beteiligt sind.
Seit mehreren Jahren berichteten internationale Medien, Menschenrechtsorganisationen und lokale Gemeinschaften in Nordtansania über gewaltsame Vertreibungen von indigenen Maasai aus angestammten Gebieten im Zusammenhang mit Naturschutzinitiativen und Tourismusentwicklungen, „und neuerdings auch mit Projekten im Bereich der CO2-Kompensation“, schreibt die Linksfraktion. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sei der bedeutendste bilaterale Geldgeber in diesem Risikobereich. Es finanziere aktuell Naturschutzprojekte in Tansania mit etwa 145 Millionen Euro.