26.08.2026 Verkehr — Antwort — hib 663/2026

Kostensenkungspotenzial der Digitalen Automatischen Kupplung

Berlin: (hib/HAU) Auf das Kostensenkungspotenzial im Zusammenhang mit der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) bei Güterzügen durch den Wegfall manueller Kuppelvorgänge geht die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/7661(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/7537(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) ein. Durch das DAK-Basispaket werde insbesondere die Vorbereitungszeit bei der Zugbildung und -zerlegung reduziert, da der manuelle Aufwand für das Kuppeln und Entkuppeln, die Erfassung der Wagenreihung sowie die Durchführung der Bremsprobe entfällt, heißt es in der Antwort. Eine Kennzahl für das konkrete Kostensenkungspotenzial in Prozent der Betriebskosten pro gefahrenem Trassenkilometer liegt der Bundesregierung nach eigener Aussage nicht vor. Für eine belastbare, trassenkilometerbezogene Prozentangabe verweist sie auf laufende beziehungsweise künftige vertiefende Untersuchungen im Rahmen des „Europe's Rail“ Programm für Forschung und Innovation im Schienenverkehr.

Zur Beantwortung der Frage nach konkurrierenden Forschungsprojekte zur Effizienzsteigerung des Einzelwagenverkehrs, wird in der Antwort auf das Bundesprogramm „Zukunft Schienengüterverkehr“ (Z-SGV) verwiesen. Im Rahmen dessen würden Innovationsvorhaben in den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung und innovative Fahrzeugtechnik gefördert, die zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz des SGV beitragen können, heißt es. Dabei würden auch Vorhaben gefördert, die der Effizienzsteigerung des Einzelwagenverkehrs dienen.

„Diese Vorhaben stehen nicht in Konkurrenz zur Einführung der DAK“, betont die Regierung. Alternative Kupplungssysteme oder Verfahren zur Automatisierung des Kuppel- und Entkuppelvorgangs unter Beibehaltung der Schraubenkupplung bei Güterzügen „wurden und werden bisher im Rahmen des Bundesprogramms Z-SGV nicht gefördert“.

Darüber hinaus habe das Deutsche Zentrum für Schienenverkehrsforschung (DZSF) zahlreiche Auftragsforschungsprojekte im Themenbereich SGV ausgeschrieben, die unter anderem zur Effizienzsteigerung im Einzelwagenverkehr forschen. Diese würden unabhängig von der DAK-Entwicklung betreut und beschäftigten sich ebenso nicht mit der Entwicklung einer Kupplung. Eine Priorisierung finde daher nicht statt.