Verspätungen auf der Bahnstrecke Hamburg-Berlin
Berlin: (hib/HAU) Hauptursächlich für die aufgetretenen Verspätungen auf der Bahnstrecke Hamburg-Berlin nach der erfolgten Generalsanierung waren laut Bundesregierung Hitzetage mit hohen Streckentemperaturen, mehrere lokale Unwetter mit umgestürzten Bäumen im Gleis sowie Rückwirkungen der Baumaßnahmen unter anderem im Knoten Berlin auf der Stadtbahn. Das geht aus der Antwort der Regierung (21/7729(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/7337(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) hervor.
Die DB InfraGO setze in den kommenden Wochen letzte Restarbeiten auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin um, heißt es. Auf den Abschnitten vor Hamburg und Berlin seien die Abnahmen der neuen Infrastruktur und Signaltechnik für den Hochgeschwindigkeitsbetrieb mit 230 km/h wie angekündigt in vollem Gang. Zudem beseitige die DB InfraGO Restmängel und führe Optimierungen durch. „Dafür sind während einzelner Nächte in den kommenden Wochen Sperrungen mit Auswirkungen auf den Zugverkehr erforderlich“, teilt die Regierung mit. Reisende und Eisenbahnverkehrsunternehmen würden darüber transparent informiert.
In den Vorbemerkungen zu der Antwort räumt die Bundesregierung ein, dass die Pünktlichkeit auf der Strecke das Zielniveau nach der Korridorsanierung noch nicht erreicht habe. Nach Auskunft der Deutsche Bahn AG (DB AG) sei bei komplexen Inbetriebnahmen ein stufenweises Hochfahren der Anlagen gängige Praxis und ein übliches Vorgehen, heißt es. Trotz sorgfältiger Abnahmen und Prüfungen der technischen Anlagen könnten bestimmte Mängel oder verdeckte Fehler, wie etwa in der Leit- und Sicherungstechnik (LST) oft erst im Realbetrieb unter verkehrlicher Belastung festgestellt und abgestellt werden. Die DB InfraGO halte hierfür gezielt Personal bereit.
Es sei bereits zu entsprechenden Nachjustierungen und Fehlerbeseitigungen gekommen, wird mitgeteilt. Eine zusätzliche Einschränkung im Betriebsanlauf resultiere daraus, dass die Linienförmige Zugbeeinflussung (LZB) zunächst noch nicht vollständig in Betrieb gewesen sei. Die Zuschaltung letzter LZB-Zentralen erfolge in den kommenden Wochen.